Kreismeisterschaften 2017 | Organisation top – Teilnehmeranzahl flop

Vom 15. bis zum 17.09.2017 fanden die jährlich ausgetragenen Kreismeisterschaften Mönchengladbach in Waldniel statt. Sie stellen die theoretisch einzige Möglichkeit dar, sich in den A-Klassen sowie den Seniorenwettbewerben für die Bezirksmeisterschaften Düsseldorfs zu qualifizieren.
Vor fünf Jahren fanden insgesamt 350 Teilnehmer den Weg in unsere Halle. Dazu stellten wir mit Daniel Leupold den Sieger der Herren B Konkurrenz. Der Verein hoffte erneut auf solch eine rege Teilnahme sowie ähnlichen sportlichen Erfolg. Dass ersteres nicht eintreten würde, befürchtete die Turnierleitung leider schon am Mittwochabend. Denn als alle Vereine des Kreises ihre Meldungen versendet hatten, tauchten lediglich ca. 240 Spieler für die Einzelklassen in Klaus Taplicks Excelliste auf. Insbesondere die Anzahl der gemeldeten Spielerinnen war erschreckend niedrig. Es waren gerade einmal sechs im gesamten U19 Bereich, eine bei der spielstärksten Damen A Klasse (bei 86 aktiven erwachsenen Spielerinnen im Kreis), sowie drei Seniorinnen. Die Konkurrenzen wurden zumeist entsprechend gestrichen.
Der Herren A Wettbewerb war mit unglaublichen sechs! Teilnehmern ebenfalls sehr dünn und verhältnismäßig schwach besetzt. Außer Frank Picken vom TV Erkelenz hätten alle auch noch in der Herren B Klasse bis 1800 QTTR Punkte antreten dürfen (Immerhin gibt es 27 Spieler im Kreis, welche diese Marke überschreiten). Kein Wunder also, dass sich eben dieser als klarer Sieger gegen die fünf anderen durchsetzte und somit unseren Kreis bei den Bezirksmeisterschaften vertreten wird.
Die unteren Herrenklassen waren ähnlich besetzt wie in den Vorjahren. Die Teilnehmeranzahl schwankte zwischen 15 und 33. Ebenfalls erfreulich waren die Meldungen der männlichen U18 Konkurrenzen, abgesehen von der Jungen A Klasse mit zehn Teilnehmern, was einen Negativrekord bedeutet.
Die geringe Anzahl an Teilnehmern hatte immerhin einen Vorteil: Die Konkurrenzen konnten allesamt pünktlich begonnen, ohne Pausen durchgespielt und vor 22:00 Uhr beendet werden. Es gab lediglich einmal das Problem, ein Spiel mehr aufrufen zu können, als Tische vorhanden waren. Nicht unbedingt üblich für ein Turnier dieser theoretischen Größenordnung.
Nun aber zum Abschneiden unserer Teilnehmer. Bereits am Freitagabend ging es für Michael Poos sehr erfolgreich in der Senioren 50 Klasse los. Er erfüllte seine Favoritenrolle bei nur einem Satzverlust vollständig. Frank Gerhards schaffte es anschließend sogar ihn im Doppel gegen Otto/Schwarz mit durchzuziehen. Zwei Titel für die Waldnieler. Dieter Arbeiter steuerte an der Seite von Josef Schiffer einen weiteren Doppelerfolg in der Senioren 75 Klasse gegen Demmer/Pardon hinzu.
Am Samstag setzte sich die gute Serie in den Doppeln fort. Frank konnte sich erneut auf den Podest platzieren. Zusammen mit Hermann Kops wurde er Dritter. In der Herren B Konkurrenz war diesmal nichts zu holen. Kevin erreichte zwar das Viertelfinale, wurde dort allerdings von David Ender glatt nach Hause geschickt.
Unsere Jugendlichen spielten alle ein wenig mit, zu mehr als dem Sammeln von Erfahrungen hat es leider nicht gereicht. Am Sonntag gab es einige erfreuliche Ergebnisse. Simon Möller wurde Dritter in der Herren C Klasse. Im Halbfinale unterlag er dem späteren Sieger Tim Brauweiler. Noch besser lief es dafür im Doppel. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Daniel setzte er sich erst im vereinsinternen Halbfinale gegen Christian Heyer/Torsten Kotzan und anschließend im Finale gegen Anson/Stephan durch.
Ins Finale der Herren E Doppelkonkurrenz schafften es auch Jan Hinrichs und Simon Wetzel, sie mussten nach vier Sätzen jedoch leider der gegnerischen Paarung Freitag/Happel zum Titel gratulieren. Genauso bitter lief es für Jan in der Einzelwertung, denn auch dort unterlag er im Finale Uwe Happel.
Die Kreismeisterschaften endeten für uns als Ausrichter schließlich am Sonntagabend um 19 Uhr. Aufgrund der geringen Teilnehmeranzahl werden wir uns wohl vorerst nicht mehr um die Austragung des Turnieres bewerben. Der Ertrag und somit Nutzen für den Verein steht leider in keinem Verhältnis zum Aufwand, der vor, während und nach dem Turnier von den Verantwortlichen geleistet wurde.