Im Finale ein wichtiger Sieg der Zweiten

Zum Abschluss der Hinrunde stämmten wir die schwierige Aufgabe, gegen den zuletzt starken Mitabstiegskandidaten aus Vanikum Punkte einzufahren. Nach nur drei Punkten aus den ersten sieben Spielen konnten wir zuletzt Boden gutmachen, so punkteten wir gegen starke Mannschaften drei Spiele in Folge. Nun sollte ein Sieg ein halbwegs versöhnliches Ende des Jahres einläuten – es gelang, wenn auch hauchdünn. Nachdem wir den Ausfall des unteren Paarkreuzes zu verschmerzen hatten – Simon Möller und Michael glaubten Wichtigeres zu tun zu haben -, sollte zunächst Klaus Heister seinen Wiedereinstand feiern. Da dieser jedoch kurzfristig nicht zur Verfügung stand, gab Dirk sein Debüt in dieser Saison – letztlich sehr zu unserem Vorteil:

In den Doppeln haben wir die traurige Bilanz nun konsequent komplettiert, zum elften Male gingen wir mit einem leichten Rückstand von 1:2 aus den Eingangsdoppeln. Lediglich unsere beste Paarung Jonas/Voss obsiegte mit 3:1, während die Behelfspaarungen Leupold/Heyer und Mesken/Willemsen unterlagen. Als Zwischenfazit ist nicht von der Hand zu weisen, dass hinsichtlich der Doppel zündende Ideen gefordert sind: Mit der Bilanz von 13:25 stehen die Doppel sinnbildlich für die enttäuschende Hinrunde, die Mannschaft fand einfach keinen Weg, vernünftig zusammenzustehen und entsprechende Paarungen zu entwickeln. In den Einzeln immerhin schlossen wir knapp positiv ab (63:62).

In den Einzeln konnten wir zum fünften Mal in dieser Spielzeit auf das starke obere Paarkreuz Leupold und Jonas zählen, welches auch heute wieder wichtige Punkte erspielte (insgesamt 22:8 Punkte). Zunächst gewann Daniel gegen den unangenehm spielenden und aus der Mitte „aufgerutschten“ Coenen in vier Sätzen. Sebastian indes wurde von seinem Gegner Lubberich in einer Weise geschlagen, die man bei Jonas vermutlich noch nie gesehen hat; der Gegner hatte auf alle Schläge Sebastians eine Antwort und ließ ihm zu unserem Bedauern nicht den Hauch einer Chance. Während Christian in der Mitte praktisch abschenkte, wobei er so viel jammerte, dass es nur natürlich war, dass keine Kraft für Konzentration und Bewegung übrig blieb, konnte der zuletzt wiedererstarkte Christoph sein Match souverän gewinnen. Unten spielten Kevin und Dirk ordentliche Partien und brachten uns wider Erwarten in Führung (5:4). Nachdem Mesken den ersten Durchgang „vergeigt“ hatte, besann er sich auf immer sichereres Angriffstischtennis, welches Willemsen in beeindruckender Weise von vorneherein zeigte, und das gegen einen Gegner mit gut 100 TTR-Punkten mehr (+7, +4, +8 !).

Nun wollten wir weiter zulegen, beide Matches im oberen Paarkreuz gestalteten sich jedoch als schwierig. Sebastian ließ sich nach 2:0 Führung noch aus der Spur bringen durch einen Kontrahenten, der sich mittels seines Materials in den Entscheidungssatz kämpfte. Diesen konnte Sebastian jedoch für sich entscheiden (+6). Leupold indes hatte mit dem Primus der Gegner zu kämpfen. Dieser kam zunächst mit Daniels passiver Art nicht zurecht und konnte von Glück reden, den zweiten Satz noch geklaut zu haben. Leupold gewann zwei Sätze deutlich zur 2:1 Führung, der ein Krimi im Vierten folgte: Nachdem ein Nervenkrieg in der Verlängerung mit mehreren Satzbällen auf beiden Seiten, einem Time-Out und viel Geschrei des Gegners entbrannt war, entschied Leupold diesen schließlich für sich, 16:14. Beim Stande von 7:4 schienen wir auf dem richtigen Weg zu sein; leider schlug Vanikum zurück:

In der Mitte war „Vossis“ Einzel fest eingeplant, dieses ging jedoch nicht unverdient an den stark spielenden Seiffert (1:3); was der erkrankte Heyer zeigte, hatte mit Tischtennis indes nicht viel gemein. In der Folgezeit ging das Drama weiter; Kevin führte schon mit 2:0 gegen Koltermann und verglich sein teilweise durchaus sicheres Abwehrspiel (mittels seiner Noppen, von welchen Kevin beinahe jeder abrät) mit dem des Herrn Fölting. Diese Großspurigkeit gepaart mit viel klassisch Mesken’scher Heulerei führte schließlich irgendwie zu den Sätzen drei bis fünf: -9, -11, -9. Glücklicherweise konnte man sich dieses Abends voll auf Dirk verlassen, welcher auch in seinem zweiten Match keinen Satz abgab. Somit ist unserem starken Ersatzmann einiger Dank geschuldet, er ermöglichte das Schlussdoppel, was uns letztlich noch den Sieg bescheren konnte. Diese Partie gewannen Sebastian und „Vossi“ verdient und ohne große Spannung mit 3:1.

Fazit: Somit beenden wir die Hinrunde mit 9:13 Punkten, mithin auf dem immer noch schwachen achten Rang. Nach dem Start in die Saison muss man zu diesem Zeitpunkt jedoch zufrieden sein, die Mannschaft harmonierte zuletzt wesentlich besser. Sorgen dürfte die Rückrunde jedoch trotz allem bereiten, da Christian angekündigt hat, nicht weiter spielen zu wollen und Daniel aufgrund der Entzündung seines Knies voraussichtlich (zunächst) nicht spielen wird. Soweit es Sebastian weiter nur die Hälfte der Matches zu bestreiten möglich sein wird, dürften Personallöcher entstehen, die möglicherweise durch die Herren Heister, Theloy und Coenen gestopft werden müssen.

Daniel Leupold