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Ein Abend, drei Heimspiele, 48 Matches…

Am letzten Tag des Septembers waren die Gäste des TTV Hilfarth angereist, um gegen die dritte Mannschaft Waldniels anzutreten. Obwohl Dirk in der Begrüßung aufgrund der Ausgeglichenheit beider Mannschaften einen wahrscheinlich knappen Spielverlauf prognostizierte, schienen die Südländer nicht wirklich daran zu glauben, hatten sie doch im unteren Paarkreuz zwei Ersatzspieler dabei.
Wir hingegen traten in voller Stammaufstellung an, sprich mit den Möllers, den Stefans, Dirk und René. Entsprechend optimistisch gingen wir in die Doppel. Dirk/Stefan Z. erfüllten ihre Aufgabe, das Zweierdoppel Esser Junior/Keller zu besiegen, in vier Sätzen. Dabei gewannen die beiden ihre Durchgänge mit nur jeweils zwei Punkten Vorsprung. Bei René und Simon sah es nach zwei geteilten Satzerfolgen ebenfalls nach einem engen Spiel gegen Esser Senior/Rubach aus. Der Dritte und Vierte gingen dann aber leider mit elf zu acht an die Gäste. Die Führung aus den Doppeln sollten uns also Daniel und Stefan V. bescheren. So dachten wir es jedenfalls. Gegen das nominell wesentlich schwächere Doppel Clahsen/Paulussen fanden aber beide kein wirkliches Mittel, vor allem im Angriff kam einfach nichts auf die Platte – null drei. Damit hat unser Doppel drei bereits jetzt genauso viele Niederlagen auf ihrem Konto wie in der gesamten letzten Saison.
Noch im Verlauf des dritten Doppels besiegte Simon Kevin Esser recht mühelos in drei Sätzen. Außer ein bis zwei schnellen Topspins zum Satzanfang, konnte der Hilfarther nichts gegen Simons Spielstil ausrichten. Im zweiten vorgezogenen Spiel gegen Daniel schien es dafür umso besser zu laufen. Die Niederlage im Doppel hatte Daniel mental völlig fertig gemacht, entsprechend wenig lief deshalb auch im Einzel zusammen. Er haderte mit sich, konnte gar keine Konzentration aufbauen – eins elf im ersten Satz. Nachdem er zusätzlich eine hohe Führung im zweiten Durchgang verspielte, war Daniel am Ende…null drei. Im anschließenden regulären Spiel gegen H.W. Esser setzte sich die Gurkerei leider fort. Er gewann durch den Einsatz einiger blinder Bälle zwar den dritten Satz, Selbstvertrauen sollte ihm dies allerdings nicht geben. Eine erneute Niederlage war das Resultat. Damit war Daniels Spieltag bereits frühzeitig ohne Punktausbeute für uns beendet.
Dirk bestätigte seine derzeitige Spitzenform in der Mitte gegen Rubach recht souverän. Nach unüberlegtem Spiel im zweiten Satz, fand er in den Folgesätzen wieder zur Konzentration. Auch einen eins zu sechs Rückstand im vierten Satz konnte er in einen elf zu neun Sieg, was gleichzeitig den Matchgewinn bedeutete, umwandeln. Stefan V. schien gegen Keller ebenfalls alles im Griff zu haben. Einem deutlich gewonnenem ersten Satz folgte eine bequeme Führung im Zweiten. Diese verschoss unser Vierer allerdings mit einigen Vorhandbällen leichtfertig – zehn zu zwölf. In Folge stellte sich der Hilfarther immer besser auf Stefans fiesen parallelen Unterschnitt ein und drehte das Spiel in vier Sätzen zu seinen Gunsten. Vor allem im Angriff merkt man dem Elektromeister sein fehlendes Training an.
Wir erhofften uns nun zwei Siege im unteren Paarkreuz, schließlich waren René und Stefan deutlich favorisiert. Stefan füllte diese Rolle gegen Paulussen auch voll aus – gewann locker gegen die Nummer fünf der Gäste. René tat sich anfangs gegen den immer noch sehr flinken Friedel Clahsen sehr schwer. Dieser umlief seine Rückhand bei jedem Ball, um seinerseits in Neußens Rückhand zu ziehen – elf zu vier für den Hilfarther. Nach intensivem Coaching durch Dirk, konnte René das Runder allerdings rumreißen und gewann die drei folgenden Sätze immer deutlicher.
Beim Stande von fünf zu fünf mussten erneut Dirk und Simon an die Tische, beide waren entschlossen uns in Führung zu bringen.
Simon schien es mit H.W. Esser recht einfach zu haben. Den ersten Satz gewann er zu sieben und auch im Zweiten führte er bereits mit sieben zu null. Merkwürdigerweise schien der Einser der Gäste dann aber plötzlich ins Spiel zu finden. Immer sicherer agierend klaute er sich den Satz trotz des hohen Rückstandes noch. Der Dritte ging in der Verlängerung an unseren Halbkoriander, im Vierten machte Simon den Sack erneut nicht zu und verdaddelte einige Matchbälle. Esser Senior kam erstarkt zurück und kämpfte sich in den Entscheidungssatz, in welchem Simon aber schnell mit fünf zu sein davonzog. Doch diese Führung schien den alten Fuchs nicht zu entmutigen. Simons Faden schien wieder wie abgerissen, wohingegen Esser nun jeden Ball auf die Tafel bugsierte. Plötzlich chancenlos unterlag Möller, der Bessere, mit sechs zu elf.
Dirk war also gegen Keller gefordert, den Ausgleich zu halten. Bis zum sechs zu drei im ersten Satz schien auch alles nach Plan zu laufen. Dann aber tat sich ein sehr tiefes Konzentrationsloch, wie in früheren Zeiten, auf – sieben elf. Der Ärger war jedoch flott im Keim erstickt worden. Infolgedessen spielte unser Dreier von Satz zu Satz stärker auf und gewann zu neun, sieben und fünf. Stefan V. war gegen Rubach heiß auf seinen ersten Saisonsieg. Bereits der erste Satz war absolut umkämpft, jedoch schien ihn keiner von beiden wirklich gewinnen zu können. Nach jeweils abgewehrten Satzbällen, war es leider Rubach, welcher mit 16 zu 14 gewann. Stefan zeigte sich aber unbeeindruckt von diesem Satzverlust und holte sich seinerseits den Zweiten. Im dritten und vierten Satz fehlte ihm, wie schon im ersten Einzel, erneut ein wenig, um das Match für sich entscheiden zu können – eins zu drei.
Wollten die Waldnieler das Spiel noch gewinnen, war klar, dass beim Stande von sechs zu sieben alle nun folgenden Partien gewonnen werden mussten.
Das untere Paarkreuz war unter Druck. Stefan Z. spielte gegen Clahsen eben das, was für einen recht ungefährdeten drei null Sieg reichte. Wesentlich umkämpfter lief Renés Partie gegen Paulussen ab. Der Hilfarther sicherte sich den ersten Satz und auch im zweiten schien er lange die Oberhand zu haben. René biss sich jedoch in die Partie und stahl den sicher geglaubten Satz noch. Paulussens Psyche war nun ebenso angeknackst wie Daniels in seinen Matches. Daraus resultierte ein sicherer Satzgewinn für unsere Nummer fünf. Auch im Vierten sah es klar danach aus, dass wir im Schlussdoppel um den Sieg werden spielen können. Doch der Hilfarther kam noch einmal zurück, indem er beim Stande von acht zu zehn zwei Matchbälle abwehrte. René machte es diesmal aber besser als zuletzt gegen Borussia und verwandelte seinen Dritten zum zwölf zu zehn Matchgewinn. Hass erfüllt feuerte die gegnerische Nummer fünf seinen Schläger auf den Boden und zerstörte das Holz damit vollständig.
Voller Freude sah Dirk dem spielentscheidendem Duell der Einserdoppel mit Stefan Z. gegen H.W. Esser/Rubach entgegen. Zu Beginn des ersten Satzes lief es jedoch noch nicht so richtig rund. Erst beim Stande von sechs zu zehn trumpften unsere Jungs unter atmosphärischer Kulisse groß auf. Alle vier Satzbälle konnten abgewehrt und der erste Eigene souverän verwandelt werden. Der Satzverlauf des Zweiten war ebenfalls sehr knapp, das glücklichere Ende hatten aber erneut Dirk und Stefan. Wer dachte, dass der Dritte nun ein Selbstläufer werden sollte, hatte sich klar geirrt. Unter frenetischem Applaus der Zuschauer wurde jeder Punktgewinn gefeiert. Vor allem Ingos Anfeuerungsrufe drangen bis in die Köpfe der Spieler vor. Die ausgeglichene Partie zog sich erneut bis in die Verlängerung, in der Satz-  und Matchbälle abgewehrt wurden. Schließlich verwandelte unsere Kombo den Ball zum 13 zu elf Spielgewinn.
Damit entschieden wir das Duell mit dem TTV Hilfarth mit neun zu sieben für uns. Matchwinner an diesem Abend waren sicherlich Dirk und Stefan Z., die zusammen sechs Punkte für die dritte Mannschaft erspielten. Stefan V. ist nun vier Wochen im Urlaub und wird sich höchstwahrscheinlich in diesem auf die Spiele nach den Herbstferien durch intensives Training vorbereiten, um gestärkt zurückzukommen.
Neben unserem Spiel gingen auch die Spiele der ersten und zweiten Mannschaft erst im Schlussdoppel zu Ende. Jörg/Tim konnten dabei das gegnerische Einserdoppel der TTG Netphen in vier Sätzen niederringen und das Meisterschaftsspiel zu Waldniels Gunsten entscheiden. Erik und Sebastian hätten gegen Zipfel/Zipfel vom 1. TTC BW Breyell das Unentschieden für die Zweite retten können. Jedoch brachten sie keinen Satz, trotz hoher Führungen, nach Hause und verloren mit null zu drei und sechs weniger erzielten Punkten.

Waldnieler gewinnen das Duell der dritten Mannschaften gegen Borussia

Nach einer Saison, in der alle 18 Spiele gewonnen wurden, musste die dritte Herren am ersten Spieltag der Kreisliga in Hochneukirch direkt Lehrgeld bezahlen und ging relativ deutlich mit vier zu neun unter. Dabei wurden erwähnte vier Partien erst im fünften Satz gewonnen. Entsprechend groß war der Wille zur Wiedergutmachung gegen die junge Gladbacher Mannschaft, welche von den Oldies Joachim Würz und Michael Hartkopf unterstützt wurde.
Stefan Vahlhaus konnte leider nicht antreten, dafür rückte Torsten Kotzan ins Team. Mit Simon, Daniel, Dirk, René und Stefan Z. war die dritte Mannschaft komplett.
Unser Doppel eins, selbstverständlich bestehend aus Dirk / Stefan, musste gegen Bimmermann / Kerres ran. Nach verlorenem ersten Satz ergaunerten die beiden sich die zwei Folgenden knapp in der Verlängerung, obwohl sie durchgehend hinten gelegen hatten. Im vierten Satz lies das nun seit zwei Jahren eingespielte Doppel nichts mehr anbrennen und schickte die Jungs mit taktisch klugem Spiel aus der Box. René und Simon brauchten ebenfalls vier Sätze gegen Fahl / Hintzen. Sie gestalteten ihren Sieg jedoch in weniger umkämpften Sätzen. Daniel / Torsten formten unser stark eingeschätztes Doppel drei. Schnell gingen die beiden gegen Würz / Hartkopf, wie erwartet, auch zwei zu eins in Führung –  es roch förmlich nach drei Punkten aus den Doppeln. Jedoch schaffte es unsere Paarung nicht, sich Matchbälle zu erspielen und verlor tatsächlich noch im Fünften.
Währenddessen das umkämpfte dritte Doppel noch im vollen Gange war, hatte Simon die gegnerische Nummer zwei Hintzen locker in vier Sätzen besiegt. Zwar vertändelte er den zweiten Satz völlig unnötig, es sollte jedoch keine Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf haben.
Da Daniel noch im Doppel zugange war, wurde das Match zwischen Dirk und Kerres vorzeitig begonnen. Dieses gestaltete sich als ziemlich einseitig, Der Gladbacher hatte beim 2, 5, 5 nicht den Hauch einer Chance gegen den „alles Treffenden“. Noch desaströser sollte sich Fahls Niederlage gegen Daniel entwickeln. Gerade einmal sechs Punkte verbuchte der Jungspund in drei Sätzen für sich – im dritten Satz kassierte er mit null zu elf sogar die Höchststrafe.
Es folgte ein drittes glattes Spiel, jedoch für die Borussen. Torsten konnte gegen Bimmermann nicht wirklich etwas ausrichten. Auf den schnittigen Schupfball traf er keinen Rückhand Topspin, die Vorhand wurde geblockt. Es scheint noch etwas zu dauern, bis er das Trainingsspiel auch in der Meisterschaft umsetzen kann.
In einem offensiven Spin und Blockspiel von René und Hartkopf setzte sich nach fünf Sätzen erneut leider der Gast durch. Zwar hatte René im vierten Satz fünf! Matchbälle beim gegnerischen Aufschlag, er verwandelte jedoch keinen davon. Im fünften Satz konnte er ebenfalls keinen einzigen Punkt mehr bei Service Mönchengladbach verbuchen. Als er das Break beim Stande von sechs zu sechs kassierte, war der Drops für Hartkopf gelutscht.
Indes hatte Stefan gegen das Oberschnitt lastige Spiel Würz‘ nicht viel zu lachen. Er fand überhaupt nicht rein, daraus resultierte eine deutliche Niederlage.
Wir konnten unseren knappen Vorsprung aus den Doppeln vor Beginn der zweiten Einzelrunde eben so mit 5:4 halten.
Fahl schien gegen Simon ähnlich uninspiriert spielen zu wollen wie gegen unseren anderen Halbkorianer. Er gewann aufgrund von Simons Konzentrationslöchern zwar einen Satz, ein Motivationsschub ging daraus allerdings nicht hervor – drei eins für Simon. Hintzens Spielsystem lag Daniel allem Anschein nach ebenfalls recht gut. Zudem behielt er einen klaren Kopf, nachdem er im ersten Satz zwei Satzbälle vergeigte und diesen noch abgab. Mit Sicherem Block und Angiffsspiel gewann Daniel die Sätze zwei bis vier sehr deutlich.
Dirk hatte gegen Bimmermann zunächst kein taktisches Mittel. Den ersten Satz verlor er klar, im zweiten lag er ebenfalls mit sechs zu zehn hinten, bis er den kurzen leeren Aufschlag für sich entdeckte. Nach abgewehrten Satzbällen verwandelte er seinen Ersten direkt zum Ausgleich. Dem wiederum folgte ein weiterer Satzsieg sowie ein unnötiger zweiter Satzverlust. Im Fünften wurden dann keine Experimente oder unsinnige Angriffsversuche mehr ausgepackt – elf zu sechs.
Ein Punkt musste also noch für den Sieg her. Zwar hatten wir in der ersten Einzelrunde alle Partien von vier bis sechs verloren, aber das sollte nicht nochmal vorkommen…oder doch?
Zunächst sah es im vierten Satz von Torsten gegen Kerres nach einem neun zu vier für uns aus. Unser Neuzugang schien das Spiel klar im Griff zu haben. Doch irgendwie schlichen sich erneut zu viele Fehler ins Spiel ein. Torsten erzielte nur noch zehn Punkte in den Sätzen vier und fünf. Es scheint noch ein wenig Mentaltrainig zu fehlen, um die Spiele gewinnen zu können.
René ging gegen Würz zunächst ähnlich unter wie Stefan. Offensivspiel seinerseits war eindeutig die falsche Entscheidung. Lustigerweise konnte Würz in den Sätzen drei und vier nicht viel mit Renés „Reinlegerei“ anfangen. Neussen Junior hatte allem Anschein nach also das richtige Mittel gegen den alten Fuchs gefunden. Sämtliche Zuschauer auf den Bänken verstanden entsprechend nicht, weshalb René sein Spiel im Entscheidungssatz wieder offensiver gestaltete. Die Niederlage war somit klar verdient.
Stefan sollte es nun also gegen Hartkopf richten. Im ersten Satz zeigte unser Linkshänder jedoch direkt sämtliche Nerven. Fehlende Körperspannung, zitternde Hand, Aufschlagfehler – es lief nichts zusammen. Und auch der zweite Satz gestaltete sich anfangs ähnlich. Jedoch war auch Hartkopf mental nicht auf der Höhe. Stefan kämpfte sich langsam ins Spiel rein, gewann den Satz zu acht. Der Satzgewinn sollte jedoch kein großes Selbstvertrauen geben. Im Dritten klappte erneut wenig bis gar nichts. Doch unter Anfeuerungsrufen der ganzen Mannschaft und einigen Zuschauern gab Stefan nochmals alles und spielte immer stärker auf. Hartkopf wurde wiederum nicht wirklich von seiner Mannschaft angepeitscht und verlor die Ruhe. Im fünften Satz konnte er Stefan nur noch ein paar Ballonabwehrbälle entgegen setzen, die Stefan nun aber voll konzentriert in Punkte verwandelte. Der letzte Satz des Abends ging elf zu fünf an die Waldnieler. Der erste Saisonsieg in der Kreisliga wurde errungen.
In der kommeden Woche finden die Kreismeisterschaften in unserer Halle statt, mal sehen, wie unsere Truppe dort abschneidet.

Die dritte Herren komplettiert ihre perfekte Saison

Im Juni des letzten Jahres entschied sich die neuformierte dritte Herren gegen das Ziel Nichtabstieg aus der Bezirksklasse und somit für das Ziel Aufstieg aus der ersten Kreisklasse in die Kreisliga. Aus diesem Grunde wurde der Platz in der Bezirksklasse aufgegeben. Die Mannschaft wollte lieber eine spannende und erfolgreiche Saison, in welcher man in jedem Spiel konkurrenzfähig ist, bestreiten, als ein Jahr hauptsächlich Prügel von stärkeren Mannschaften zu kassieren. Und Recht sollte die Truppe behalten. Nach 18 Partien stehen sage und schreibe 18 Siege auf ihrem Konto. Dies lag vor allem daran, dass alle Spieler der Mannschaft erfolgreich und regelmäßig spielten. Dazu gab es im Anschluss an viele Partien etwas zu beißen – Kaltgetränke ohnehin!
In der Hinrunde bestand der Mannschaftskern aus Stefan Vahlhaus, René Neussen, Daniel Möller, Dirk Willemsen, Stefan Zohren sowie Klaus Taplick. Komplettiert wurde das Team durch die Ergänzungsspieler Klaus Heister, Marek Kochmanski und Michael Deriks, die beim Ausfall der zuerst Genannten einsprangen. Erfreulich dabei war ebenfalls, dass die zweite Mannschaft kein einziges Mal einen Ersatzmann der dritten Herren benötigte.
Nach drei deutlichen Kantersiegen zum Auftakt folgte ein knappes neun zu sechs gegen die vierte Vertretung Windbergs. Ein erster Weckruf, dass die Mannschaft keineswegs locker durch die Liga marschieren werden würde. Im fünften Spiel der Saison machte die Dritte das Ganze dann nochmal spannender. Gegen TuRa Brüggen konnten Dirk und Marek im Schlussdoppel noch gerade eben einen eins zu zwei Rückstand in einen Fünfsatzsieg drehen, wodurch das Spiel gewonnen wurde. Unser ehemaliges Mitglied David Lorenz reichte mit drei von vier möglichen Punkte eben nicht ganz aus, um unsere ausgeglichene Mannschaft zu bezwingen.
Dass dieses Spiel das Härteste der Saison bleiben sollte, hätte wohl keiner erwartet. Schließlich kamen am siebten Spieltag die ebenfalls verlustpunktfreien Breyeller zu Besuch. Zu unserem Glück fehlte deren Nummer eins André Mannheim, was uns beim neun zu sechs Sieg stark in die Karten spielte. Dieser Spieltag wird vor allem Dirk in Erinnerung bleiben, da ihm seine beiden einzigen Saisonniederlagen an diesem Samstag zugefügt wurden. Der Mannschaftssieg sollte uns zumindest die Herbstmeisterschaft sichern. Denn in der darauffolgenden Woche gewannen wir auch in Boisheim, wo außer der Heimmannschaft wirklich niemand gerne zu spielen scheint.
Zur Freude aller meldete Marek zu Rückrunde an, wieder fest spielen zu können und wollen. Breyell saß uns schließlich mit nur zwei Verlustpunkten und einem besseren Spielverhältnis im Nacken, da hätte uns Mareks Spielstärke sehr geholfen. Leider verletzte er sich in der ersten Januarwoche erneut, wodurch er doch fast die gesamte Restsaison ausfallen sollte. Unsere Aufstellung veränderte sich zu Rückrundenbeginn trotzdem leicht. Daniel pirschte sich an die Spitzenposition heran, wohingegen René hinter Dirk in die Mitte gemeldet wurde. Um der vierten Mannschaft den eventuellen Nichtabstieg zu ermöglichen, wurden Klaus T. und Michael runter gemeldet. Doch blieb Michael unser Stammersatzmann. Er konnte bei seinen fünf Einsätzen alle Einzel für sich entscheiden.
Mit Rückendwind marschierten wir erneut durch unsere Anfangspartien der Rückrunde. Der TTC Breyell hingegen… strauchelte. Bereits am zweiten Spieltag ließ die Mannschaft einen Punkt gegen Borussia Mönchengladbach. Und zwei Wochen später folgte gar eine Niederlage in der eben noch erwähnten Höllenhalle zu Boisheim.
Bevor wir uns am 16. Spieltag mit einem Unentschieden gegen die Nettetaler die vorzeitige Meisterschaft auch rechnerisch sichern konnten, fiel unser knappster Sieg mit neun zu vier gegen Süchteln-Vorst immer noch recht deutlich aus. Wir gingen mit einer entsprechend breiten Brust in Breyell an die Tische. Das Spiel startete, wie es ein Spitzenspiel sollte. Alle drei Doppel wurden erst im Entscheidungssatz beendet. Leider schaffte es nur Stefan Z. Dirk nach einem null zwei noch zum Sieg mit durchzuziehen. Daniel und Stefan V. sowie Michael und René mussten ihren Kontrahenten gratulieren.
Als dann auch noch Stefan gegen Mannheim den Kürzeren zog, mussten wir langsam anfangen die Kohlen in den Ofen zu werfen. Bis auf René, der in dieser Saison bereits des Öfteren Zielscheibe manch einer Belustigung wurde, hatten natürlich auch alle an ihren Kohlesack gedacht. Er aber schien ihn in der Garage vergessen zu haben. Somit gab er leider beide Einzel gegen Jansen und Sieben ab. Dirk revanchierte sich gegen Erstgenannten für die Hinrundenniederlage und hatte auch gegen Sieben keine weiteren Probleme. Daniel zeigte sich gegen Mannheim, immerhin bilanzstärkster Spieler der Liga, in einer ausgezeichneten Verfassung. Nach gewonnenem ersten Satz folgte ein Traumsatz, in dem ihm wirklich alles zu gelingen schien. Zu euphorisiert verlor er zwar den Dritten, gewann dafür aber nach durchgehendem Rückstand doch noch den vierten Durchgang. Der verschnupfte Nolte hatte an diesem Tag keine Chance gegen unser oberes Paarkreuz. Unser unteres Paarkreuz, bestehend aus Stefan und Michael, zeigte den jungen Spielmann und Terporten ebenfalls ihre Grenzen auf – als Resultat sprang schließlich ein neun zu fünf Erfolg und der damit verbundene Aufstieg für uns heraus.
Die letzten beiden Saisonpartien gegen Boisheim und Dülken gewannen wir in Meistermanier jeweils mit neun zu null, wodurch wir in der Rückrunde ein Spielverhältnis von 81:19 aufweisen können. Ausschlaggebend für diese erfolgreiche Saison waren neben einer optimalen Atmosphäre im Team vor allem die Regelmäßigkeit der Einsätze unserer Kernspieler Daniel, Stefan, Dirk, Rene und Stefan. Dadurch haben wir zumindest zwei sehr starke feste Doppelpaarungen bilden können. Dirk und Stefan Z. formten dabei mit ihrer 14:2 Bilanz das stärkste Doppel der Liga. Auch Daniel und Stefan V. verloren lediglich zwei Partien bei acht Siegen. Einzig René hatte somit keinen konstanten Doppelpartner, wurde in den meisten Fällen aber auch von wechselnden Partnern mit durchgezogen. Unsere Einzelbilanzen können sich ebenfalls sehen lassen. Der Großteil der Mannschaft spielte haushoch positiv, wie ihr in der unten abgebildeten Übersicht erkennen könnt. Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr in der Kreisliga antreten und die Gegner mit Dirks schelmischen Begrüßungsworten empfangen zu dürfen.

 

Die dritte Herren kopiert ihre beiden Auftakterfolge der Hinrunde

Am ersten Spieltag der Rückrunde ging die dritte Herren als klarer Favorit ins Spiel gegen TuS Wickrath IV. Da die zweite Mannschaft bereis am Mittwochabend gegen Elsen vorgezogen und souverän gewonnen hatte, konnte erfreulicherweise Klaus H. bei uns mitspielen.
Dieser schaffte es anschließend sogar erneut, René gegen das gegnerische Doppel eins, bestehend aus Deventer/Trabitz, mit durchzuziehen. Daniel und Stefan V. erfüllten ihre Aufgabe gegen Brendgen/Kämmerling genauso souverän. Den einzigen Satzverlust mussten Dirk/Stefan Z. gegen Colditz/Tschaplowitsch hinnehmen.
Von den fünf folgenden Einzeln sollte sich lediglich eines knapper gestalten. Stefan V. hatte gegen die Doppelnoppe Kämmerlings sowie seiner Netzroller, die direkt zweimal titschten, ganz schön zu kämpfen. Nach klar gewonnenem vierten und fünften Satz, ging er aber doch als Sieger von der Platte. Klaus, Daniel, Dirk und René gaben in ihren Spielen zusammen nur zwei Sätze ab. Doch die Höchststrafe sollte den Wickrathern erspart bleiben. Colditz zeigte eine spielerisch starke Leistung gegen Stefan Z. und gewann in vier sehr knappen Sätzen gegen unsere Nummer sechs. Mehr war nicht drin. Klaus fegte Brendgen noch flott drei null von der Platte, damit war der neun zu eins Sieg aus der Hinrunde, bei vier Verlustsätzen weniger, wiederholt worden.

Das folgende Spiel gegen die zweite Mannschaft des TTC Hardt-Venn wurde auf den spielfreien Samstag vorgezogen, da wohl einige Hardter gerne das Auswärtsspiel der Borussen in Leverkusen sehen wollten (bei den derzeitigen Spektakeln, welche die Gladbacher auswärts momentan zelebrieren, ist das natürlich mehr als nachvollziehbar). Nichts destotrotz fehlten ihnen mit Gerads und Rütten zwei nominelle Stammspieler. Wir spielten in der gleichen Formation wie auch in der Hinrunde.
Da Dirk und Stefan Z. beide noch angeschlagen waren, formte die normalerweise wesentlich schwächere Paarung aus Daniel und Stefan V. unser Spitzendoppel. Die passiv agierenden Jopen und Lammertz waren da natürlich ein gefundenes Fressen. Unser Doppel gab lediglich 17 Punkte ab – ein glatter Dreisatzsieg. Dirk und Stefan Z. zeigten gegen Schroers/Mörbel eine halbwegs anständige Leistung, die für einen Erfolg in vier Sätzen ausreichen sollte. Zur Freude aller konnten endlich René und Klaus zusammen ein Doppel gewinnen. Sie brauchten ebenfalls vier Sätze gegen Hoba und Hertel.
Daniel startete sehr stark gegen Lammertz ins Spiel (11:2) und auch der knapp verlorene zweite Satz (12:14) schien kein wirkliches Problem gewesen zu sein, da er trotzdem zwei eins in Führung ging. Danach schien er den Faden aber völlig verloren zu haben. 6:22 Punkte reichten in Folge nicht mehr für einen dritten Satzgewinn. Stefan schien es gegen Schroers souveräner zu machen. Alles sah nach einem Dreisatzerfolg für unsere Nummer zwei aus. Doch der Hardter biss sich zurück ins Spiel, konnte die Sätze drei und vier zu sieben für sich entscheiden. Bei vier zu sieben im fünften reichte es Stefan – Timeout! Einmal kurz Frust abbauen und dann wieder volle Konzentration. Nach konstantem Angriffsspiel, hartem Kampf und Abwehr zweier Matchbälle, entschied er das Spiel doch noch zu elf für sich.
Gegen Antioldie Jopen verlor Dirk knapp zu neun die ersten beiden Sätze, bevor er wirkliche Körperspannung aufbauen konnte. Als er diese jedoch erreichte, konnte Jopen nur noch 14 Punkte für sich verbuchen, wohingegen Dirk die 33 voll machte. René wusste im Vorhinein bereits, dass das Spiel gegen Mörbel hart werden würde. Mit nicht verhandenem Topspin graute es ihm bereits vor den Noppen und den schnittigen Rückhandbällen. Trotz des Verlustes des ersten Satzen kam er langsam besser ins Spiel, indem er Mörbels Bälle lediglich hoch und schnittfrei auf die Platte spielte. Hier und da ein Schuss und das Spielkonzept stand. Infolgedessen gewann er in vier Sätzen.
Stefan Z. machte mit dem jungen Hertel kurzen Prozess, ließ ihm lediglich im ersten Satz ein Paar Chancen – drei null. Nach diesem Ergebnis sah es auch zunächst bei Klaus gegen Hoba aus. Doch leider kam der Hardter mit seinem Anti und den Schüssen besser ins Spiel. Der fünfte Satz gestaltete sich mehr als knapp. Mit Matchbällen auf beiden Seiten, war es jedoch Hoba, der den Sack zumachen konnte. In der Hinrunde gewann Klaus diese enge Partie noch mit zwei Punkten Vorsprung im Fünften.
Gegen Schroers zeigte Daniel eine konzentriertere Leistung als noch im ersten Spiel. Zwar verlor er den ersten Satz, die drei folgenden gewann er allerdings ziemlich deutlich mit sicherem Angriffsspiel. Stefan V. führte gegen Lammertz mit zwei zu eins als Dirk sein Spiel gegen Mörbel bereits deutlich mit drei zu null gewonnen hatte. Das Bier konnte dementsprechend schonmal aus dem Auto geholt werden. Doch die Aussicht auf ein kühles Blondes schien Stefan die Gedanken vernebelt zu haben. Er schaffte es weder im Vierten noch im Fünften das Spiel für sich zu entscheiden. Auch dieses Match erkämpfte sich Tim nach einem eins zwei Rückstand – eine starke Leistung des Hardters.
Das Ergebnis lautete demensprechend neun zu drei – ebenfalls eine Kopie der Hinrundenleistung. Lustigerweise gehen wir aus beiden Spielen mit einem Satzverhältnis von +16 von den Platten.

„Ist René nicht dabei, gewinnen wir Doppel zwei“

Kurz vor Halloween verschlug es die bisher ungeschlagene dritte Mannschaft nach Mönchengladbach, um dort gegen die fünfte Vertretung der Borussia anzutreten. Für eine der beiden Mannschaften sollte das Spiel zu einem Horrorerlebnis werden…
Wir spielten erneut ohne die eigentliche Stammbesetzung. Daniels Schwiegeroppa hatte zum 95. Geburtstag eingeladen, weshalb er sich dem dritten Spiel in Folge entzog. Bei René stand ebenfalls ein familiärer Geburtstag an – seine Tochter feierte ihren Zehnten. Somit gab Klaus Heister sein Saisondebut in der ersten Kreisklasse, so tief hatte er in seinem Leben bisher wohl nicht antreten müssen [laut Begrüßung der Gäste käme er aus dieser Klasse auch nie mehr raus, wenn er einmal dort gelandet sei ;] Als zweiter Ergänzungsspieler wurde Michael Deriks auserkoren.
Wie immer bildeten Dirk und Stefan Z. unser Spitzendoppel. Trotz eines Satzverlustes gewannen sie sehr sicher gegen Robens senior und Lin. Da René fehlte, konnten wir auch im Doppel zwei auf einen Erfolg hoffen. Dieses formte unser Nordseeküsten-Duo Klaus und Klaus. Nach anfänglicher Eingewöhnungsphase kamen die beiden gegen Spinnen/Froitzheim besser ins Spiel und gewannen ebenfalls in vier Sätzen. Unser bisher ungeschlagenes Doppel drei Michael/Stefan V. zeigte auch gegen Nguyen/Robens junior, die ebenfalls unbesiegt waren, eine starke Leistung beim Dreisatzerfolg.
Stefan V. setzte seine Schnitterjagd gegen Spinnen, der nur 13 Punkte für sich verbuchen konnte, fort. Die fünf Punkte Führung konnte durch Klaus Heisters Sieg gegen Robens senior perfekt gemacht werden. Zwar ging ihm im dritten Satz ein wenig die Puste aus, den folgenden konnte er dann aber ungefährdet nach acht zwei Führung zu neun nach Hause bringen.
Währenddessen sich Michael gegen Nguyen einen Fünfsatzkrimi leistete, machte Dirk kurzen Prozess mit Abwehrspieler Froitzheim – drei null. Im vierten Satz konnte der Neu-Waldnieler seine Matchbälle nicht nutzen und verlor ärgerlicherweise auch den Fünften knapp mit nur zwei Punkten Unterschied. Bedenkt man allerdings, dass er bei den Kreismeisterschaften noch sang- und klanglos unterging, war diesmal eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen.
Nachdem bereits sein Vater verloren hatte, wollte Robens junior gegen Stefan Z. natürlich zeigen, dass er es besser konnte. Nach vier Sätzen ging jedoch unser Linkshänder als Sieger von der Platte. Dafür holte Lin den zweiten Gladbacher Punktgewinn gegen unseren Präsidentenklaus.
Mehr war für die Borussia auch nicht drin, denn sowohl Klaus H. gegen Spinnen als auch Stefan V. gegen Robens senior zogen mit drei Satzgewinnen in Folge davon – neun zu zwei für uns.
Nach zwei Stunden Spielzeit war der sechste Saisonsieg eingetütet. Nächste Woche kommen die ebenfalls bisher ungeschlagenen Breyeller. Die Partie wird die Vorentscheidung zur Herbstmeisterschaft bringen.

3. Herren gegen TuRa Brüggen: Ein Kampf bis ins Schlussdoppel

Am Samstagabend war die erste Mannschaft der TuRa Brüggen zu Gast, um gegen unsere dritte Vertretung anzutreten. Bereits im Vorfeld wurde in der Waldnieler WhatsApp Gruppe darüber spekuliert, wie Marek und David, der nach der letzten Saison zu seinem alten Heimatverein zurückkehrte, gegeneinander spielen würden. Natürlich blieben dabei gewisse Psychospielchen, die auf Mareks überlegene Trainingsbilanz und Davids daraus resultierende Angst hinwiesen, nicht aus. Dieses Match sollte allerdings nur zu Stande kommen, da Stefan Zohrens Vater an diesem Tag seinen 75. Geburtstag feierte und sein Lieblingssohn natürlich nicht fehlen durfte. Leider plagten zudem Daniel seit Freitagmittag akute Magen-Darm Probleme, weshalb zum Glück noch Michael Deriks kurzfristig eingeplant werden konnte. Da auch die zweite Mannschaft parallel spielte, sprachen wir uns mal wieder für die Ausrichtung eines Buffets, bestehend aus Finger Food und Kaltgetränken, ab. Im Anschluss an die Begrüßung lud Dirk die Brüggener augenzwinkernd ein, nach dem Waldnieler Sieg an diesem teilzunehmen 😉
Unsere starken festen Doppelpaarungen waren aufgrund des Fehlens von Daniel und Stefan auseinandergerissen. Somit gab es ein Revival von Dirk und Marek, die bereits vorletzte Saison sowie die davor hervorragend harmonierten. Gegen Gorissen/Rosendahl lieferten sie einen halbwegs souveränen Viersatzerfolg ab. Zwar waren Klaus und René ein eingespieltes, bisher jedoch nicht sehr erfolgreiches Doppel. Um ein möglichst starkes drittes Doppel zu formen, erfüllten die beiden ihre Rolle des Opferdoppels gegen Lorenz/Krügerke in drei Sätzen leider vortrefflich. Wobei sie keinesfalls chancenlos waren (-10, -8. -8). Unser Plan, auch im fünften Meisterschaftsspiel positiv aus den Doppeln zu gehen, ging mit Michaels und Stefans klarem Dreisatzsieg gegen Esser/Cetinic vollends auf.
Es folgte Mareks Einzel gegen Gorissen, der ebenfalls lange Noppen auf der Rückhand spielte. Im Gegensatz zu Marek verfügt er jedoch auch über eine aggressive Vorhand, die ihm in diesem Match den entscheidenden Vorteil bringen sollte. Obwohl unser Hüne einen null zwei Rückstand aufholte, sah er im fünften Satz dennoch kein Land mehr und verlor deutlich. René startete gegen David gut in den ersten Durchgang, doch plötzlich drehte der alte Neu-Brüggener auf und gewann sicher zu sechs und zu zwei. Im dritten Satz lag René bereits aussichtslos mit vier zu zehn hinten – in Gedanken die Niederlage im Schnitter. Doch David verspielte diesen mit vier Verlustpunkten in Folge doch noch – gab sechzehn Punkte ab, ergo einen Punkt zu viel.
Diesen schnappte sich dafür Stefan gegen Christian Rosendahl (4, 3, 6). Dirk hatte gegen Krügerke ganz schön zu kämpfen, konnte das Spiel aber doch im vierten Satz nach Hause schaukeln. Zum Glück hörte der Brüggener nur im zweiten Satz auf Davids Tipps.
Michael war top motiviert seine beiden Niederlagen der letzten Woche wieder gut zu machen. Gegen den Ballonabwehr spielenden Cetinic kam er allerdings erst im zweiten Satz richtig ins Spiel. Ab diesem Zweitpunkt lief es dafür umso runder für unseren Neuzugang. Drei sichere Satzgewinne in Folge bescherten ihm den ersten Einzelsieg für unseren Club. Klaus fehlte am Samstag irgendwie jegliches Gefühl. Das lange Sitzen auf der Holzbank am Abend zuvor, dazu noch im Kalten, zollte seinen Tribut. Gegen Esser war er chancenlos – null drei.
Wir hatten unseren knappen Vorsprung aus den Doppeln, wie bereits in der Woche zuvor gegen Windberg, über die erste Einzelrunde gebracht. Es wurde durchgerechnet, auf welche Weise wir ein Schlussdoppel verhindern konnten, dafür war das folgende Spiel eingeplant.
Also endlich zum Match auf das alle gespannt gewartet hatten. Kochmanski und Lorenz wurden an Platte eins aufgerufen. Marek schien den ersten Satz auch direkt im Griff zu haben. Er nutze jedoch zwei Satzbälle nicht, was wiederum eiskalt von David bestraft wurde (-10). Ärgerlich, so ein Satzvorsprung im Rücken hätte den Alt-Waldnieler sicherlich direkt ins Grübeln gebracht. Mit Obewasser aber ging auch der zweite Durchgang an den Brüggener. Lediglich den dritten Satz konnte Marek knapp zu dreizehn klauen, ehe David den Sack im Vierten zu machte. All der Psychoterror im Vorfeld hatte dementsprechend nichts gebracht. Dass René kein Experte gegen Noppen ist, weiß wohl mittlerweile jeder, dennoch ging er gegen Gorissen überraschend zwei zu eins in Führung. Ab diesem Zeitpunkt entschied sich dieser leider dazu fortan jeden Ball mit der Noppe zu spielen, worauf René gar nicht mehr klarkam. Zu vier und zu sieben verlor unser Baldvierziger die letzten beiden Sätze.
Null vier im oberen Paarkreuz – das musste die Mitte nun abfangen. Stefan überzeugte auch in seinem zweiten Spiel gegen Krügerke auf ganzer Linie. Diesmal verpasste er den Schnitter jedoch knapp um einen Punkt. Es sollte jedoch eine Steigerung des Schnitters in Dirks zweitem Einzeleinsatz gegen Rosendahl folgen.  Er blickte voller Vorfreude auf das Spiel gegen den sympathischen Abwehrspieler, der regelmäßiger Stammgast beim Waldnieler Training ist. Und das Ergebnis zeigte auch weshalb. Nach drei Sätzen konnte Christian lediglich neun Punkte auf seinem Konto vorweisen – die Schlachtung war perfekt (2, 2, 5). Ein ziemlich bitterer Tag für den Brüggener, da er in beiden Matches zusammen nur 22 Punkte erzielte.
Michael behielt in seiner Partie gegen Esser erneut die Ruhe und bezwang ihn in drei recht knappen Sätzen – das Unentschieden war uns somit sicher. Die Frage war lediglich wer den Siegpunkt holen würde. Klaus‘ Antigefühl sollte auch gegen Cetinic nicht wirklich weichen. Vor allem der normalerweise souveräne Rückhandschupf kam überhaupt nicht, wie er sollte. Eine erneute null zu drei Niederlage war das Resultat.
Das erste Schlussdoppel dieser Saison musste also die Entscheidung bringen. Es standen sich Dirk und Marek gegen David und Krügerke gegenüber. Keinesfalls waren wir gewillt den ersten Verlustpunkt dieser Saison hinzunehmen, waren voll auf Kampf eingestellt. Der erste Satz ging trotz einer hohen Führung doch nur knapp an unser Spitzendoppel. Vielen Dank an dieser Stelle an Karl Krügerke, der sich dazu entschloss zwei Türme am Satzende zu verballern ;). Doch der Satzgewinn sollte Dirk und Marek keine Sicherheit geben – die Brüggener entschieden zwei Sätze in Folge für sich. Im vierten Durchgang stand unsere Paarung dann wieder besser, gewann erneut hauchdünn mit zwei Punkten Vorsprung und rettete sich in den alles entscheidenden fünften Satz. Die Devise lautete nun, möglichst viele Punkte am Anfang zu erzielen, da man glaubte, beim Seitenwechsel besser zu stehen. Und das Vorhaben wurde in die Tat umgesetzt. Schnell war unsere Paarung mit fünf zu null davongezogen. Jeder Punkt wurde von da an in der WhatsApp Gruppe via Liveticker weitergegeben, um die in der Luft liegende Spannung in die Wohnzimmer von Daniel und Stefan Z. zu übertragen. Beim Stande von zehn zu vier wehrte das gegnerische Doppel zwar noch drei Matchbälle ab, den vierten nutzen Dirk und Marek dann aber. Der neun zu sieben Sieg war eingetütet.
Nach der fairen und freundschaftlichen Gratulation der Brüggener konnte das Buffet eröffnet und unser zuvor angekündigter Sieg zusammen gefeiert werden.
Fazit aus der ersten Hälfte der Hinrunde: Vor allem unsere Doppelstärke ist beeindruckend. Den dreizehn Siegen stehen nur drei Niederlagen gegenüber, die leider alle auf Klaus‘ und Renés Konto gehen.  Daran scheint jedoch lediglich Renés Formtief Schuld zu tragen, schließlich ist er auch der einzige, der eine negative Einzelbilanz aufzuweisen hat. Alle anderen eingesetzten Spieler spielten bisher sehr gute Bilanzen. Vor allem in der Mitte scheinen wir alles zu gewinnen. Sollte die Saison so weitergehen, wird es schwierig unsere mannschaftliche Ausgeglichenheit zu durchbrechen. Besonders angenehm ist es, dass wir mit genug Spielern aufgestellt sind, sodass wir sogar kurzfristige Ausfälle bestens ersetzen können. Und das ohne, dass eine andere Mannschaft darunter leidet.

Dritte Herren ringt Windberger Jungspunde nieder

Am Samstagabend musste die dritte Herren auswärts gegen die vierte Vertretung der Windberger spielen. Da es sich um ein nominell schwaches Team handelte, erlaubte sich Daniel das Wochenende lieber mit seiner Freundin in einem Wellness Hotel zu verbringen anstatt seine zu null Bilanz auszubauen. Dafür gab Michael Deriks erstmalig sein Saisondebut für den TTC Waldniel.
Für zwei Doppel bedeutete dies eine erneute Umstellung. An eins gesetzt erfüllten Dirk und Stefan Z. ihre Favoritenrolle souverän – bei nur vierzehn Verlustpunkten bezwangen sie ihre Gegner Dobski/Arendt im Schnitter. Klaus und René zogen derweil gegen Broich/Weyers im fünften Satz knapp den Kürzeren. Mit Matchbällen auf beiden Seiten gewannen die Gastgeber leider den Entscheidungsdurchgang zu dreizehn für sich. Michael und Stefan V. meisterten ihre Aufgabe, uns durch das dritte Doppel in Führung zu bringen, mit einem unterschnittlastigen Spiel gegen die Hartkopf Sisters in vier Sätzen. Damit kann unsere Truppe nach vier Spieltagen mit einer Doppelbilanz von zehn zu zwei prahlen.
Wir hofften nun darauf, in den Einzeln wegziehen zu können. Doch René scheint seiner Form immer noch hinterherzulaufen. Mag es an den Plastikbällen oder dem Noppenspiel von Weyers gelegen haben, er gewann die knappen Sätze einfach nicht. Nach vier Sätzen hatte er zwar nur drei Punkte weniger erzielt, doch nur einen Durchgang für sich entscheiden können. Auch bei Stefan V. sah es in einem engen Spiel gegen Dobski nach der zweiten Saisonniederlage aus. Er besann sich allerdings darauf, wieder vermehrt die offensive Initiative zu ergreifen und drehte das Spiel im letzten Satz zu seinen Gunsten.
In den drei Meisterschaftsspielen zuvor waren Daniel und Dirk eine Bank in der Mitte gewesen, sie gaben noch keinen Punkt ab. Michael wollte sich dementsprechend keine Blöße geben und dem jungen Broich zeigen, dass er bei seinem Debut bereits voll da ist. In einer merkwürdigen Partie musste schließlich der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Beide gaben in ihren gewonnenen Sätzen maximal vier Punkte ab. Und mit diesem Ergebnis endete leider auch der letzte Durchgang für den Windberger. Dirk erinnerte sich noch gut an sein Spiel gegen Janina Hartkopf bei den Vitusmeisterschaften vor vier Wochen. Zu Anfangs hatte er das junge Talent völlig unterschätzt, zwei Sätze verloren und das Spiel dann doch noch zu drehen gewusst. Das sollte sich so nicht wiederholen. Eine konzentrierte Leistung brachte einen schnellen Dreisatzerfolg hervor.
Ebenso flott zerlegte Stefan die jüngere Pia Hartkopf – nach drei Sätzen war auch dieses Match vorbei. Klaus fand gegen Arendt zunächst nicht ins Spiel. Er hatte seine Probleme, Schnitt in die leeren Bälle des Gegners zu bekommen. Der zweite und dritte Satz liefen dafür umso besser für unseren Fünfer. Doch Arendt kam immer stärker in die Partie – zog sowohl jede Vorhand als auch die Rückhand auf den Tisch. Im letzten Satz machte er quasi keinen Fehler und gewann sicher zu eins.
Aus den Ergebnissen resultierte dementsprechend eine ausgeglichene erste Einzelrunde – sollte dies so weitergehen, hätte das Schlussdoppel die Entscheidung bringen müssen.
René hatte das Spiel gegen Dobski eigentlich im Griff…eigentlich. Nach zwei unnötigen knappen Satzverlusten, ging auch der Dritte an den Windberger. Ein mehr als gebrauchter Tag für unseren fast Vierzigjährigen. Stefan V. löste seine Aufgabe gegen Weyers dafür umso souveräner. Zwar gewann er zwei Sätze nur knapp, doch schien der Sieg nie ernsthaft in Gefahr zu schweben.
Nachdem Dirk im ersten Satz beim Stande von sieben zu zehn drei Satzbälle abwehrte und diesen zu zehn gewann, schien Broich mental gebrochen zu sein. Mehr oder weniger lustlos agierte dieser in den folgenden Sätzen – verlor entsprechend klar. Noch verärgert aufgrund der ersten Niederlage wollte Michael gegen Janina Hartkopf endlich auch einen Einzelpunkt beisteuern. In einem engen Spiel sollte erneut erst der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Zu passiv spielend und auf Fehler wartet verlor er diesen knapp zu neun.
Das vierte Spiel, welches wir an diesem Abend im fünften verloren – bei nur einem Sieg. Die Punkteteilung in den einzelnen Paarkreuzen wurde beibehalten., es roch nach einer Entscheidung im Schlussdoppel.
Klaus zeigte ein sehr ansehnliches Spiel gegen Pia Hartkopf. Nach drei Sätzen feinster Ballonabwehr rang er nach Luft – so ein anstrengendes Spiel hatte der Präsident lange nicht mehr spielen müssen. Im vierten Satz ließ er sie, Kraft schonend, wegziehen. Erneut voll konzentriert ging es in den Fünften. In diesem fischte Klaus so stark wie in alten Zeiten – die kleine Hartkopf brauchte immer mehr Schüsse um den Punkt zu machen. Dabei schienen ihre Kraft und Konzentration langsam zu schwinden. Ab Mitte des Satzes war sie vollkommen verunsichert, was zur Folge hatte, dass unsere Wand Klaus diesen relativ klar für sich entschied. Indes hatte Stefan Z. wohl vor, das Schlussdoppel zu spielen. Arendt konnte die ersten beiden Sätze zu acht für sich verbuchen. Nach Stefan V. Coaching sah der Windbeger Ersatzmann allerdings kein Land mehr gegen unseren Linkshänder. Oberschnitt und kurze Aufschläge waren die Lösung. Fünf, Fünf, Sechs – so kann man mal einen null zwei Rückstand aufholen und das Spiel noch drehen.

Damit war das Match entschieden. Neun zu sechs lautete der Endstand. Dass es so schwierig werden würde, hätten wir nicht gedacht. Das mittlere Paarkreuz scheint für Michael etwas zu stark zu sein und René muss seine Form langsam finden. Hoffentlich am besten direkt nächste Woche gegen den jüngst gewechselten David Lorenz, wenn wir die Gäste aus Brüggen zu Besuch haben 😉

Die dritte Herren überrumpelt die Spitzenreiter aus Vorst

Bei der Begrüßung sprach Dirk noch von einem hoffentlich spannenden Spiel mit vielen engen Matches, schließlich war dies auch in den letzten Jahren des Aufeinandertreffens der Fall gewesen. Mit dem was folgen sollte, hatte sicherlich keiner der anwesenden Akteure gerechnet.
Bereits nach den beiden Eingangsdoppeln führten wir mit zwei Punkten. Sowohl Dirk/Stefan als auch Marek/ René ließen ihren Gegnern Küppers/Bahr bzw. Ziemes/Seidel nicht viele Chancen. Lediglich unser Spitzendoppel gab einen Satz ab. Daniel und Klaus hatten gegen Seng/Müller etwas mehr zu kämpfen. In den geraden Sätzen standen sie ungünstig, weshalb sie diese klar verloren. Doch mit dem Punktgewinn zum sechs zu drei im Fünften ließen die zwei nichts mehr anbrennen – elf zu fünf lautete das Ergebnis.
Marek entschied sich im ersten Satz gegen Seidel dazu, zum Angriffsspieler zu mutieren – ein fataler Fehler, wie sich schnell herausstellte. Dazu gedrängt einfach nur die Ruhe zu bewahren und den Ball auf den Tisch zu spielen, gab er anschließend nur noch achtzehn Punkte ab. Seidel verlor, wie erhofft, die Konzentration und versuchte vermehrt die falschen Bälle technisch inkorrekt anzugreifen. In einem engen Match gegen Ziemes fand auch René zunächst nicht ins Spiel. Er konnte weder den schnittigen Rückhandschupf des Vorsters anziehen, noch dessen spinlastige Angriffsbälle blocken. Mit fortschreitender Spieldauer gelang ihm dies jedoch umso besser. Trotz verloren vierten Satzes gewann er den Entscheidungsdurchgang deutlich zu eins.
Daniel gewann in der Zwischenzeit zackig drei null gegen Bahr. Dirk schien es ihm gegen Küppers nachmachen zu wollen. Denn auch er entschied die ersten beiden Sätze gegen den mit sich hadernden Vorster klar für sich. Mangels Aufrechterhaltung der Konzentration machte er jedoch weder im dritten noch im vierten Satz, trotz einiger Matchbälle, den Sack zu. Im Fünften zitterte er sich dennoch zu einem Sieg durch.
Klaus erinnerte sich bereits vor seinem Match gegen den Alt-Boisheimer Müller an die Niederlage, die dieser ihm letzte Saison in Boisheim zugefügt hatte. Doch in heimischer Halle setzte sich unser Chef klar in vier Sätzen durch. Sähe man vom verlorenen zweite Durchgang einmal ab, hätte es ein Schnitter werden können. Denn Müller konnte in den anderen drei Sätzen zusammen lediglich elf Punkte für sich verbuchen. Stefan hatte es nun auf seinem Schläger die neun zu null Klatsche perfekt zu machen. Doch der Routinier Seppel Seng machte uns ein Strich durch die Rechnung – nie wirklich ins Spiel findend, verlor unser Linkshänder in vier Sätzen.
Auch Marek konnte den Siegpunkt gegen Ziemes in einem schön anzusehenden Spiel nicht einfahren. Und das trotz zweier Matchbälle im fünften Satz. Dadurch avancierte René zum Matchwinner. Nach vier Durchgängen gegen Seidel lautete der Endstand neun zu zwei für die dritte Herren. Obwohl er dem Straftraining in der letzten Woche fernblieb, steuerte unser fast Vierzigjähriger drei Punkte zum Sieg hinzu – damit hätte er wohl selbst nicht gerechnet.
Wir stehen nun punktverlustfrei und punktgleich mit Breyell an der Tabellenspitze. Vor allem unsere Doppelstärke hat uns in jedem der drei Spiele auf die Gewinnerstraße geführt. Dazu sorgt das Back-up System mit weniger Mannschaften mit mehr Spielern dafür, dass wir einzelne Ausfälle besser ersetzen können. Nächste Woche gegen Windberg wird unser Neuzugang Michael Deriks sein Saisondebut geben – mal schauen wie es laufen wird.

Chaosmorgen in Hardt

Am ungeliebten Sonntagmorgen…so beginnen in der Regel die Spielberichte des TTCs wenn eine Mannschaft auswärts zu eben genau dieser Tageszeit an die Tische muss. Und dies hat auch seine Gründe. Wer möchte schon gerne sonntags um acht aufstehen, damit man um zehn Uhr irgendwo Tischtennis spielen kann? Waldnieler mit Sicherheit nicht!
Das scheint jedoch auch für in Leloh sowie Vogelsrath wohnhafte Personen zu gelten. Eigentlich sollten sich Klaus, René und Stefan V. um viertel nach neun vor Neussens Haustüre treffen, doch wurde vergeblich auf unseren Chefelektriker gewartet. In der Hoffnung, dass dieser bereits alleine nach Hardt gefahren war, machten sich die Ungerather auf. Im Nachbarsort angekommen, fanden sich allerdings nur Daniel und Dirk sowie Stefan Z. vor. Nach mehrmaligen telefonischen Verbindungsversuchen mit dem Bauerndörfchen, erreichte Klaus schließlich Bärbel und fragte sie, ob ihr Mann noch zu Hause sei. Sie habe nach links geschaut und bejahte diese Frage. Er liege noch schön eingekuschelt im warmen Bett – Frechheit! Nach einer sanften Weckung werde er sich so schnell wie möglich auf nach Hardt machen.
Die Hardter hatten indes mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Auch sie waren bisher nur zu fünft. Es fehlte Tim Lammertz, der abends zuvor noch zusammen mit Berthold in der ersten ausgeholfen hatte. Holger ahnte bereits übles, denn Tim teilte ihm mit, dass er noch feiern gehen wollte. Nach etlichen erfolglosen Anrufen wurde schließlich der verletzte Uli Jopen kontaktiert, sodass die Mannschaft wenigstens mit sechs Mann antreten konnte. Als dieser erschien konnte das Spiel schließlich mit halbstündiger Verspätung starten.
Dirk und Stefan Z. wurde ihr zweiter Doppelsieg der Saison durch das Nichtantreten Jopens/Hobas geschenkt. Die Waldnieler Paarung Daniel/Stefan V. musste gegen das gegnerische Spitzendoppel Berthold/Rütten ran. Durch hervorragende Ergänzung bei Schnitt und Spin Variationen gaben die beiden nur sechs Punkte in den ersten beiden Sätzen ab. Dabei wurde der zweite Durchgang sogar zu null gewonnen. Im dritten schlich sich dann allerdings Unkonzentriertheit ein, weshalb das Spiel erst im vierten Satz gewonnen wurde. Am Nebentisch fanden Klaus und René gegen Gerads/Mörbel nie wirklich ins Spiel, eine klare null zu drei Niederlage war das Resultat.
Stefan V. zog in seinem ersten Einzel gegen Berthold ebenfalls mit null zu drei den Kürzeren. Das mangelnde Training sowie eine ausbaufähige Kondition ließen ein sicheres Nachsetzen einfach nicht zu, dementsprechend konnte er die Ballwechsel nie für sich gewinnen. Renés Spiel gegen Jopen ging kampflos an uns.
Dirk freute sich bereits im Vorfeld auf das Spiel gegen Abwehrspieler Mörbel. In jedem Satz führte er schnell mit vier bis sechs Punkten, doch Konzentrationslücken zum Satzende hin verhinderten den Erfolg im Schnitter. Trotzdem war es ein glatter Dreisatzsieg. Ähnlich lief es bei Daniel gegen Rütten. Nach drei klaren Sätzen war auch diese Partie für uns entschieden.
Stefan Z. tat sich anfangs gegen Gerads schwer, durch viele direkte Fehler ergaunerte sich der Hardter bereits vier Satzbälle im ersten Durchgang. Doch Stefan bewies Nervenstärke und drehte diesen noch zu seinen Gunsten. Im zweiten Satz wehrte Gerads hingegen vier Satzbälle ab, konnte den Sack seinerseits jedoch nicht zumachen Der dritte war dann nur noch Formsache für unseren Linkshänder. Zum spannendsten, wenn auch nicht gerade attraktivsten, Spiel des Morgens entwickelte sich die Partie Klaus gegen Hoba. Die Taktik des Hardters bestand im Grunde nur darin den Ball mit dem Anti im Spiel zu halten, um irgendwann mit der Vorhand parallel in Klaus Vorhand zu klatschen…dieser fand entweder seinen Weg auf oder über den Tisch. Klaus kam mit den leeren Bällen des Antis überhaupt nicht zurecht. Er versuchte irgendwie Spin zu erzeugen und dem Ball eine gute Länge zu geben. Sobald dies funktionierte landete Hobas Angriffsball auch stets im Aus. So kam es, dass beide zwei Sätze gewannen und Hoba sogar mit neun zu sechs im Entscheidungsdurchgang führte. Nach einem Schmetterball in Klaus Vorhand fasste sich dieser ein Herz und schoss gegen. Beflügelt von diesem Punktgewinn, drehte unser Präsident das Spiel schließlich doch noch zu seinen Gunsten, gewann den Satz am Ende zu neun.
Stefan V. wurde sein erster Saisonsieg gegen Jopen geschenkt. Wir brauchten also nur noch einen Punkt zum Spielgewinn. Diesen konnte René gegen Berthold allerdings nicht beisteuern. Erhebliche Trainingsrückstände ließen zwar einen Satzgewinn zu, für mehr reichte es jedoch nicht. Somit gewann unsere Nummer eins auch in seinem zweiten Spiel kein reguläres Einzel. Das Straftraining nächste Woche ist also mehr als nötig!
Dann musste eben Daniel gegen Mörbel für den Sieg sorgen. Nach sicherem ersten Satzgewinn, verlor er anfangs des zweiten Durchgangs ein wenig die Konzentration. Den Rückstand von eins zu sechs drehte er trotzdem in einen elf zu neun Sieg. Mit dem Gewinn des folgenden war das Spiel am ungeliebten Sonntagmorgen für uns entschieden.
Nach zwei schwächeren Gegnern in den ersten beiden Spielen kommt am Samstag nun der Tabellenerste aus Süchteln-Vorst zu uns. Sollten wir dieses Spiel für uns entscheiden können, ist der Aufstieg ganz klar das Saisonziel Nummer eins.

Starker Auftakt der dritten Herren in Beckrath

Wo? Richtig, die dritte Herren musste am ersten Spieltag im kleinen Dörfchen Beckrath gegen Wickrath spielen. Stefan Vahlhaus fiel urlaubsbedingt aus, weshalb Marek als Nummer eins einsprang. Die restlichen Stammspieler waren allesamt einsatzbereit.
Nachdem die zweite Herren bereits am Freitagabend mit einem halbwegs souveränen Sieg vorgelegt hatte, wollten wir uns natürlich keine Blöße geben und es gegen den Wickrather Underdog mindestens genauso gut machen.

Dirk und Stefan Z. formten das Einserdoppel, schließlich waren sie in der letzten Saison die zweitstärkste Paarung der Liga gewesen. Sie lösten ihre Aufgabe gegen Zander/Kämmerling jedoch erst im fünften Satz. Dieser ging dann aber klar, bei nur einem Punktverlust, an uns. Zur beidseitiger Freude spielten Marek und René gegen das gegnerische Spitzendoppel. Sie taten sich ebenfalls sehr schwer, denn auch dieses Match ging über die volle Spieldauer. Im Entscheidungsdurchgang kämpfte sich unsere Paarung, obwohl sie ungünstig standen, erneut zum Sieg durch. Auch Daniel und Klaus war die Unsicherheit des ersten Spieltages anzumerken. Wie die beiden anderen Partien zuvor, sollte auch diese erst im letzten Satz entschieden werden. Und abermals verließen unsere Recken die Platte als Sieger. Drei null nach den Doppeln, das kannten wir nur zu gut aus der letzten Saison. Über die Sommerpause hinweg hatten wir nichts von unserer Doppelstärke einbüßen müssen.
René sorge gegen Terhorst allerdings direkt für den ersten Dämpfer des Abends. Nach vier umkämpften Sätzen ging der Wickrather als Sieger hervor. Marek machte es gegen Deventer besser. Trotz eines Satzverlustes hatte er das Spiel mit seiner beidseitigen Doppelnoppe fest im Griff.
Es folgten zwei überfallartige Blitzspiele in der Mitte. Sowohl Dirk als auch Daniel schnitterten ihre Gegner Zander bzw. Kämmerling sauber in drei Sätzen. Dabei gewannen beide ihre Durchgänge mit +3, +5, +7.
Stefan Z. zeigte im zweiten Satz, dass er in diesem Jahr vorhat auch mal die knappen Sätze zu gewinnen. Nachdem er diesen zu zwölf eintütete, war Coldiz Gegenwehr im dritten Durchgang gebrochen. Klaus graute es vor seinem Spiel gegen Tschaplowitsch bereits mächtig. Das letzte Spiel konnte der Angstgegner für sich entscheiden. Doch diesmal schien er nur wenig Probleme mit dem Spiel des Wickrathers zu haben. Mit jedem Ballwechsel gewann er an Sicherheit und siegte schließlich verdient mit +8, +7, +3.
Nachdem also nur René in Gerberlaune gewesen ist, musste noch ein Punkt aus der letzten Einzelrunde her. In einem knappen Achterbahnspiel schaffte Marek es gegen den aggressiv spielenden Terhorst im fünften Satz die Oberhand zu behalten. Doch auch dieser war trotz einer frühzeitigen sechs Punkte Führung nochmals spannend geworden.
Der Sieg fiel aufgrund der vier Siege in den Fünfsatzspielen mit Sicherheit ein wenig zu hoch aus. Doch füllten wir unsere Favoritenrolle besser aus, als wir es zuvor dachten. Mit dem Erfolg im Rücken blicken wir positiv in die noch junge Saison.