Category Archives: Spielberichte 2. Herren

Im Finale ein wichtiger Sieg der Zweiten

Zum Abschluss der Hinrunde stämmten wir die schwierige Aufgabe, gegen den zuletzt starken Mitabstiegskandidaten aus Vanikum Punkte einzufahren. Nach nur drei Punkten aus den ersten sieben Spielen konnten wir zuletzt Boden gutmachen, so punkteten wir gegen starke Mannschaften drei Spiele in Folge. Nun sollte ein Sieg ein halbwegs versöhnliches Ende des Jahres einläuten – es gelang, wenn auch hauchdünn. Nachdem wir den Ausfall des unteren Paarkreuzes zu verschmerzen hatten – Simon Möller und Michael glaubten Wichtigeres zu tun zu haben -, sollte zunächst Klaus Heister seinen Wiedereinstand feiern. Da dieser jedoch kurzfristig nicht zur Verfügung stand, gab Dirk sein Debüt in dieser Saison – letztlich sehr zu unserem Vorteil:

In den Doppeln haben wir die traurige Bilanz nun konsequent komplettiert, zum elften Male gingen wir mit einem leichten Rückstand von 1:2 aus den Eingangsdoppeln. Lediglich unsere beste Paarung Jonas/Voss obsiegte mit 3:1, während die Behelfspaarungen Leupold/Heyer und Mesken/Willemsen unterlagen. Als Zwischenfazit ist nicht von der Hand zu weisen, dass hinsichtlich der Doppel zündende Ideen gefordert sind: Mit der Bilanz von 13:25 stehen die Doppel sinnbildlich für die enttäuschende Hinrunde, die Mannschaft fand einfach keinen Weg, vernünftig zusammenzustehen und entsprechende Paarungen zu entwickeln. In den Einzeln immerhin schlossen wir knapp positiv ab (63:62).

In den Einzeln konnten wir zum fünften Mal in dieser Spielzeit auf das starke obere Paarkreuz Leupold und Jonas zählen, welches auch heute wieder wichtige Punkte erspielte (insgesamt 22:8 Punkte). Zunächst gewann Daniel gegen den unangenehm spielenden und aus der Mitte „aufgerutschten“ Coenen in vier Sätzen. Sebastian indes wurde von seinem Gegner Lubberich in einer Weise geschlagen, die man bei Jonas vermutlich noch nie gesehen hat; der Gegner hatte auf alle Schläge Sebastians eine Antwort und ließ ihm zu unserem Bedauern nicht den Hauch einer Chance. Während Christian in der Mitte praktisch abschenkte, wobei er so viel jammerte, dass es nur natürlich war, dass keine Kraft für Konzentration und Bewegung übrig blieb, konnte der zuletzt wiedererstarkte Christoph sein Match souverän gewinnen. Unten spielten Kevin und Dirk ordentliche Partien und brachten uns wider Erwarten in Führung (5:4). Nachdem Mesken den ersten Durchgang „vergeigt“ hatte, besann er sich auf immer sichereres Angriffstischtennis, welches Willemsen in beeindruckender Weise von vorneherein zeigte, und das gegen einen Gegner mit gut 100 TTR-Punkten mehr (+7, +4, +8 !).

Nun wollten wir weiter zulegen, beide Matches im oberen Paarkreuz gestalteten sich jedoch als schwierig. Sebastian ließ sich nach 2:0 Führung noch aus der Spur bringen durch einen Kontrahenten, der sich mittels seines Materials in den Entscheidungssatz kämpfte. Diesen konnte Sebastian jedoch für sich entscheiden (+6). Leupold indes hatte mit dem Primus der Gegner zu kämpfen. Dieser kam zunächst mit Daniels passiver Art nicht zurecht und konnte von Glück reden, den zweiten Satz noch geklaut zu haben. Leupold gewann zwei Sätze deutlich zur 2:1 Führung, der ein Krimi im Vierten folgte: Nachdem ein Nervenkrieg in der Verlängerung mit mehreren Satzbällen auf beiden Seiten, einem Time-Out und viel Geschrei des Gegners entbrannt war, entschied Leupold diesen schließlich für sich, 16:14. Beim Stande von 7:4 schienen wir auf dem richtigen Weg zu sein; leider schlug Vanikum zurück:

In der Mitte war „Vossis“ Einzel fest eingeplant, dieses ging jedoch nicht unverdient an den stark spielenden Seiffert (1:3); was der erkrankte Heyer zeigte, hatte mit Tischtennis indes nicht viel gemein. In der Folgezeit ging das Drama weiter; Kevin führte schon mit 2:0 gegen Koltermann und verglich sein teilweise durchaus sicheres Abwehrspiel (mittels seiner Noppen, von welchen Kevin beinahe jeder abrät) mit dem des Herrn Fölting. Diese Großspurigkeit gepaart mit viel klassisch Mesken’scher Heulerei führte schließlich irgendwie zu den Sätzen drei bis fünf: -9, -11, -9. Glücklicherweise konnte man sich dieses Abends voll auf Dirk verlassen, welcher auch in seinem zweiten Match keinen Satz abgab. Somit ist unserem starken Ersatzmann einiger Dank geschuldet, er ermöglichte das Schlussdoppel, was uns letztlich noch den Sieg bescheren konnte. Diese Partie gewannen Sebastian und „Vossi“ verdient und ohne große Spannung mit 3:1.

Fazit: Somit beenden wir die Hinrunde mit 9:13 Punkten, mithin auf dem immer noch schwachen achten Rang. Nach dem Start in die Saison muss man zu diesem Zeitpunkt jedoch zufrieden sein, die Mannschaft harmonierte zuletzt wesentlich besser. Sorgen dürfte die Rückrunde jedoch trotz allem bereiten, da Christian angekündigt hat, nicht weiter spielen zu wollen und Daniel aufgrund der Entzündung seines Knies voraussichtlich (zunächst) nicht spielen wird. Soweit es Sebastian weiter nur die Hälfte der Matches zu bestreiten möglich sein wird, dürften Personallöcher entstehen, die möglicherweise durch die Herren Heister, Theloy und Coenen gestopft werden müssen.

Daniel Leupold

Drei ordentliche Matches der Zweiten

In den letzten zwei Wochen stellte sich die Zweite der Herausforderung, gleich drei verlegte Meisterschaftsspiele in der Woche zu bestreiten. Nach einer bisher „grottoiden“ Hinrunde konnten gegen den Aufstiegskandidaten Erkelenz (letzten Mittwoch), den Abstiegskandidaten Baal (letzten Donnerstag) sowie den Tabellenführer aus Kempen (diesen Mittwoch) jeweils um 20.00 Uhr insgesamt stolze vier Punkte ohne Niederlage errungen werden, während gar sechs Punkte möglich gewesen wären – trotzdem ein deutlicher Aufschwung. Die Ergebnisse kamen wie folgt zustande:

Es versteht sich von selbst, dass es sich die Mannschaft nicht nehmen ließ, wie bisher schon in jedem einzelnen Match mit 1:2 in den Doppeln zu starten. Erfolgreich waren chronologisch gesehen lediglich Voss/Möller, Voss/Mesken und Jonas/Voss. Wie der beflissene Leser bemerken wird, lässt sich da ein Muster erkennen: Glücklicherweise blüht „Vossi“ langsam auf und kam zuletzt nicht nur in den Doppeln ins Rollen; an den Ergebnissen zeigt sich nun, wie sehr uns Christophs Punkte bisher gefehlt haben und diese nunmehr mitentscheidend für den Umschwung sind. Ärgerlich war insbesondere, dass Leupold/Jöbkes gegen Erkelenz beim Stande von 2:1 und 10:8 noch im Entscheidungssatz unterlagen. Gegen Baal nicht minder ärgerlich gestaltete sich der Verlauf des Doppels Leupold/Möller, welches beim Stande von 1:2 und 10:7 nicht in den Entscheidungssatz geführt werden konnte. Lustig war immerhin, dass hinsichtlich des Duells gegen Baal kein Vertrauen mehr in die bisherigen Doppelkonstellationen bestand, sodass wir die Doppel komplett losten, was einigen Frohsinn verbreitete.

Im oberen Paarkreuz ließen wir nichts anbrennen, so konnten Leupold und Voss in den Matches der letzten Woche jeweils 3:1 spielen, während Sebastian und Daniel zuletzt gegen Kempen leider nicht über ein 2:2 hinauskamen, der gegnerische Herko aus Kempen war leider zu stark, obwohl ihn Daniel immerhin in den Entscheidungssatz zwang. Erwähnenswert ist sicherlich, dass Leupold den gegnerischen Kroyer aus Baal im Zeitspiel besiegte, nachdem beide Abwehrspieler kein sonderliches Vertrauen in den eigenen Angriff gezeigt und die Nerven des Publikums mit schier endlosen Baalwechseln strapaziert hatten (3:1).

Im mittleren Paarkreuz kommt langsam „Leben in die Bude“, dies liegt insbesondere an der aufsteigenden Form von Kevin, welcher in drei Spielen in der Mitte von insgesamt acht gewonnen Einzeln fünf zu einem gewinnen konnte. Während Christian noch immer mit seiner Form hadert (1:3 Spiele), spielte „Vossi“ oben 2:2 und in der Mitte 2:0, was zuletzt auch der deutlich verbesserten kämpferischen Form geschuldet war. Während die beiden oberen Paarkreuze folglich mit jeweils 8:4 brillierten, konnte das untere Paarkreuz nicht hinreichend überzeugen. Während wir zu Saisonbeginn noch dachten, dass Simon und Michael hohen Hauptes durch das untere Paarkreuz der Liga marschieren würden, waren 6:6 Spiele auch hinsichtlich dieser drei Begegnungen zu wenig:

Möller und Jöbkes kamen dabei jeweils auf 3:3 Spiele und schöpften ihr Potential dabei entsprechend leider nicht aus. Besonders erwähnenswert erscheint insoweit allerdings, dass Simon gegen Erkelenz den starken Ersatzspieler Twardygrosz in vier Sätzen niederringen konnte, woraufhin allerdings eine schwache „Performance“ gegen Schmitz folgte. Im Match gegen Baal starteten beide Recken indes erst in der zweiten Einzelrunde durch. Als es dann aber immer enger wurde, konnten beide wichtige Partien (beim Stande von 6:7) gegen Rudolph und Kremer nach tollem kämpferischem Einsatz noch im fünften Satz gewonnen werden. Auch im Match gegen Kempen, welches einzig gewonnen werden konnte, holten Simon und Michael jeweils die Einzel der zweiten Runde und vollendeten unseren Lauf von 4:6 auf 9:6 zum Sieg über den Tabellenführer.

In den Begegnungen der letzten Woche jedoch mussten wir jeweils ins Schlussdoppel, glücklicherweise jedoch beim Stande von 8:7, sodass jeweils ein Punkt bereits sicher war. Das war auch vonnöten, weil die Spiele gleichermaßen verloren gingen: Gegen Erkelenz spielten Leupold/Jöbkes gegen die mittlerweile starke Paarung Tulke/Funke. Nachdem Funke einige Zeit ins Spiel gebraucht hatte und erst in seinem zweiten Einzel gegen Christoph aufdrehte (welches glücklicherweise hauchdünn an uns ging), spielte er schließlich ähnlich sicher und erzielte mit seinem Doppelpartner verdient den Schlusspunkt (0:3). Gegen Baal war das geloste Doppel bestehend aus Daniel Leupold und Simon ein wahres Drama:

Nachdem der erste Satz von uns geklaut werden konnte und der zweite Durchgang deutlich an die Gegner ging, wurde das Match langsam hochwertig und spannend. Im dritten Satz hatte die Paarung noch nicht erkannt, was der rechte Weg sein würde: Leupold und Möller mussten ganz nach ihrem defensiven Talent lediglich jeden Ball zurückbringen, worauf sie sich erst im vierten Satz vollends einstellten (7:11, 11:1 !). Im fünften Durchgang kämpften die beiden verbissen und erfolgreich, beflügelt von der Tatsache, dass Michael am Nebentisch soeben einen Rückstand von 1:6 im letzten Satz noch bravourös hatte drehen können; dies bedeutete schließlich, dass wir um den Sieg, nicht etwa nur um das Remis kämpften. Bis zum Stande von 10:5 wurde sich gepusht bis zum Äußersten, Tischtennis zu spielen machte zu diesem Zeitpunkt richtig Spaß. Was allerdings jetzt kommen sollte, ist nur dann ansatzweise nachvollziehbar, wenn man Simons Temperament kennt und man darum weiß, dass es manchmal mit ihm durchzugehen pflegt. Selbst der durchgedrehte Möller hätte aber nicht vermurkst, was dieses wahnsinnige Ebenbild von Simon nun fertigbringen sollte: Von zunächst fünf verlorenen Bällen zum 10:10 dachte er offenbar viermal, teilweise mehrmals voll durchziehen zu müssen, bis der Fehler erfolgte – es sei noch einmal bemerkt, dass das Spiel nicht mehr hätte verloren gehen können, wenn man gegen Kroyer/Rudolph, welche gegen unser Abwehrdoppel nicht durchschlagsfähig genug waren, einfach noch einige Ballberührungen abgewehrt hätte. Auch beim Punktausgleich besann sich Möller nicht auf das Abwehrspiel und verzog noch zwei weitere Bälle, schließlich stand es 11:13, das zweite „unglückliche Unentschieden“ innerhalb von 30 Stunden war „eingetütet“.

Fazit: Vier von möglichen sechs Punkten ist gegen starke Mannschaften eine gute Leistung. Nach den Spielverläufen wären aber mindestens fünf oder sechs Punkte möglich bzw. sogar verdient gewesen. Entscheidend ist nach der bescheidenen Auffassung des Verfassers jedoch, dass sich insbesondere in Person von „Vossi“ und Kevin ein klarer Aufwärtstrend erkennen lässt, welcher nun drei ordentliche Mannschaftsleistungen hervorgebracht hat. Sollten wir das letzte Hinrundenspiel gegen Vanikum erwartungsgemäß gewinnen und in der Rückrunde ähnlich geschlossen antreten wie in den letzten zehn Tagen, dürfte der Abstieg nicht zu fürchten sein.

Daniel Leupold

Fünfte Niederlage der Zweiten im siebten Spiel

Es macht immer weniger Spaß, über die Begegnungen der Zweiten zu berichten; dieses Mal ging es am Samstagabend gegen den ASV Süchteln. Deren dritte Mannschaft hatte einen Fehlstart hingelegt, nun aber die letzten drei Partien gewinnen können. Der Ansage, diesen Siegesfluss brechen zu wollen, folgten nicht genügend Taten. Vielmehr ist die Verfassung der Mannschaft weiterhin schlecht, die Auftritte von unglücklichen Momenten und Umständen geprägt:

Nach den Doppeln stand es – wie bisher immer in dieser Spielzeit – 1:3. Nur das Spitzendoppel Leupold/Jöbkes vermochte, locker zu triumpfieren, während die an einem guten Tag mglw. beste Paarung Jonas/Mesken knapp und Voss/Heyer deutlich unterlagen (2:3, 1:3). Dies war nun das „x-te“ fehlgeschlagene Experiment, wie man die Paarungen gestalten könnte – jeweils mit dem gleichen ernüchternden Ausgang, nämlich dem, früh in Rückstand zu geraten.

In den Einzeln erfüllte Sebastian seine Aufgabe äußerst souverän mit 6:0 Sätzen! Daniel Leupold indes tat sich wesentlich schwerer mit dem oberen Paarkreuz der Süchtelner. Zunächst vergab er beim Stand von 10:6 im letzten Satz des ersten Einzels die vier Matchbälle, um schließlich einen Matchball gegen sich abzuwehren und doch noch mit 14:12 zu gewinnen. Im zweiten Match führte er schnell mit 2:0, bevor die kontrahierende Eins aufdrehte und mit einigen „Nassen“ im Entscheidungsdurchgang verwöhnt das Match leider noch drehen konnte (9:11 im Fünften). Während Christoph erneut nicht wirklich konnte und/oder wollte, gelang es wenigstens Christian, sein erstes Einzel nach einer ordentlichen Partie mit 3:1 für sich zu entscheiden. In seinem zweiten Einzel litt er unter anderem an der Unsportlichkeit des Gegners Güdden, viele Angaben bewusst falsch zu spielen (0:3). So oder so sind 1:3 Punkte in der Mitte zu wenig. Schließlich wollte auch das untere Paarkreuz nicht so richtig funktionieren: Obwohl Süchteln in diesem Paarkreuz mit zwei weniger starken Spielern antrat, von denen einer offensichtlich Ersatz darstellte, reichte es hier nur zu einem 2:2. Der gegnerische Sechser konnte von Kevin und Michael gleichermaßen besiegt werden, wie es gegen den anderen Kontrahenten unseren beiden „Jungs“ nicht möglich war. Hinsichtlich Kevin dürfte es auch daran gelegen haben, dass dieser so übermüdet war, dass er sich während des Meisterschaftsspieles mehrmals schlafen legte.

Nachdem Leupold/Jöbkes bisher im Doppel ungeschlagen waren und das einzige Schlussdoppel am zweiten Spieltag gewinnen konnte, waren wir beim Stande von 7:8 guter Dinge, dass es immerhin zu einem Unentschieden reichen würde. Es sah auch vielversprechend aus, bis Daniel und Michael den Vorsprung von 10:6 im ersten Durchgang nicht über die Ziellinie brachten. Nachdem der zweite Satz deutlicher verloren ging, kämpften wir uns noch einmal auf 1:2 heran. Ein Rückstand im Vierten von 5:10 war gegen die starke gegnerische Paarung Becher/Messer, welche aggressiv spielte und nahezu jeden Aufschlag erfolgreich anzog, jedoch nicht mehr einholbar. Der Durchgang endete 7:11, die Partie war 7:9 verloren.

Fazit: Das Ergebnis ist erneut ein schwaches Mannschaftsergebnis, insbesondere wenn man die Aufstellung des Gegners betrachtet, welche deutlich verbesserungsfähig sein dürfte. Wir indes spielten beinahe in Bestbesetzung, welche abermals wenig auf die Platte brachte und sich nun auf dem Relegationsplatz zum Abstieg wiederfindet.

Daniel Leupold

Die Zweite festigt den Abstiegsplatz…

Auch gegen den Tabellenführer aus Kelzenberg konnte die Zweite im vorverlegten Mittwochsspiel die Wende in der bisher enttäuschenden neuen Spielzeit nicht einläuten. Trotz leicht verbesserter Teamleistung würde am Ende ein 5:9 gegen die Kontrahenten aus und in Grevenbroich stehen. Erneut ohne Sebastian erwarteten wir nicht zuviel – dies letztlich ganz zu Recht:

In den Doppeln erneut nichts Neues; wir planten, erstmalig in dieser Spielzeit die Doppelpaarungen so aufzustellen, dass eine Führung vor den Einzeln erspielt werden könnte. So markierten Leupold/Mesken erneut das erste Doppel, welches gegen die gegnerische Mitte (Sanchez/Schlagen) selbst nach 0:2-Rückstand noch knapp gewonnen werden konnte. Voss/Heyer spielten derweil gegen die rechnerisch extrem starke Paarung der Gastgeber Kreik/Brunn (1930 und 1730 Punkte) gut mit, zu einem Satzgewinn reichte es bedauerlicherweise jedoch nicht. Was uns zunächst Hoffnung machte, war die untere Paarung Simon Möller/Jöbkes; diese unterlag nach schwacher Leistung jedoch glatt mit 0:3 gegen die unangenehm zu spielenden Winkler/Morjan, sodass zum sechsten Mal in Serie ein 1:2 nach den Eingangsdoppeln zu Buche stand.

In den Einzeln gerieten wir schnell weiter unter die Räder, da Christoph den gegnerischen Einser, welcher jenseits dieser Liga spielt, zwar durchaus in Bedrängnis aber schließlich nicht zu Fall brachte (1:3). Daniel kämpfte sich gegen den Zweier in den fünften Satz, in welchem er seinem mäßig sympathischen Kontrahenten leider schließlich gratulieren musste. Aufwind brachte postwendend Kevin, welcher nach uninspirierten Leistungen zuletzt gegen Sanchez ein ordentliches Spiel machte und alle drei Durchgänge 11:9 gewinnen konnte. Am anderen Tisch war Christian gegen den aggressiv aufspielenden Schlangen lange Zeit gut im Rennen, bis er beim Stande von 1:1 den dritten Satz knapp abgab. Anschließend schien die „Luft heraus zu sein“ (1:3). Im unteren Paarkreuz gab es ebenfalls eine Punkteteilung; Simon hatte wenig Mühe mit Morjan, während Winkler gegen Michael zu konstant spielte (1:3) und die Führung mit drei Spielen für seine Kameraden aufrechterhielt – nunmehr 3:6.

Im oberen Paarkreuz unterlag Leupold glatt in drei Sätzen dem unspielbaren Kreik, Voss spielte indes eine konzentrierte Partie und konnte seinen Gegner Brunn trotz diverser Angabefehler verdient besiegen (3:1). Im mittleren Paarkreuz wiederholte sich die Konstellation des ersten Durchgangs: Sanchez konnte diesmal von Heyer 3:1 geschlagen werden (dieser Gegner verlor bis zum zweiten Satz an diesem Abend fünf Durchgänge in Folge mit 9:11), während Schlangen auch für Mesken zu stark war (1:3). Beim Stande von 5:8 musste zu diesem Zeitpunkt ein Wunder her – die göttlichen Mächte versagten uns dieses jedoch. So ging Möller zwar durchaus zuversichtlich in sein Einzel gegen Winkler. Nachdem der erste Durchgang jedoch in der Verlängerung verloren ging, baute Simon im gleichen Maße ab wie der Gegner auf. Das Match war entschieden.

Fazit: Insgesamt war die Leistung der zweiten Mannschaft noch immer nicht überzeugend genug, als dass man neuerdings frohlocken könnte. Jedoch gab es an dem Abend kaum jemanden in der Mannschaft, der gar nichts zu der Verknappung des Ergebnisses beigetragen hätte. Dies bedeutet nicht zuletzt für die Psyche des Teams einen kleien Aufschwung. Insbesondere haben unsere drei ungenannten Sorgenkinder jeweils im Einzel etwas Zählbares erreichen können, was – so der Tischtennisgott will – zu größerer Selbstsicherheit und auf lange Sicht zu besseren Auftritten motivieren möge.

Daniel Leupold

Zweite Herren intensiviert den Fehlstart

Nachdem am Feiertagsmontag in einer Aufstellung mit Sebastian eine peinliche 4:9-Niederlage gegen Windberg kassiert wurde und von den ersten vier Spielen nur eines gewonnen werden konnte, hätten ein bis zwei Punkte gegen die Mannschaft aus Holzbüttgen am Samstagabend vor heimischer Kulisse gut getan. Zu unserem Bedauern wurde den Zuschauern nur die nächste schwache Mannschaftsleistung dargeboten, welche uns nunmehr auf den zehnten Tabellenplatz befördert. Im Gegensatz zu den Berichterstattungen im Sonstigen ist es der Verfasser mittlerweile müde, nur Negatives über viele Zeilen auszuführen – daher lediglich eine entsprechend kurze Zusammenfassung der neuerlichen Pleite:

In den Doppeln nichts Neues: Lediglich Leupold/Mesken konnten als obere Paarung gewinnen; insoweit ist immerhin erfreulich, dass diese Zusammenstellung halbwegs zu funktionieren schien und eine Alternative für manche Matches bieten mag (3:0). Während das „Opferdoppel“ Voss/Heyer erneut chancenlos war, vermochten Simon Möller/Theloy lediglich einmal, einen Durchgang für sich zu entscheiden; die Stärke der gegnerischen Paarungen ist bei aller Enttäuschung jedoch auch einzugestehen (0:3 bzw. 1:3).

Da das Team aus Holzbüttgen in jedem Paarkreuz stark besetzt war, erwarteten wir keinen Sturmlauf unserer Streiter. Dass letztlich jedoch nur drei von zehn Partien gewonnen werden konnten, während auch die elfte (schließlich wertungsfrei) verloren ging, war trotz allem erneut eine bittere Enttäuschung. Positiv ist lediglich zu erwähnen, dass es Daniel gelang, innerhalb des spannensten Spieles des Abends die gegnerische Nummer zwei im Entscheidungssatz zu besiegen, nachdem im vierten Durchgang drei Matchbälle abzuwehren waren. Mit diesem Erfolg im Rücken war Leupold im Anschluss auch imstande, den kontrahieren Primus gar 3:0 zu schlagen, welcher immerhin den zweithöchsten TTR-Wert der Liga aufwies. Während Simon Möller den jugendlichen Ersatz der Gegner 3:0 besiegen konnte und etwas später Glück hatte, dass sein zweites und unkonzentriert geführtes Einzel (1:3) letztlich nicht in die Wertung aufgenommen wurde, wurden alle anderen Matches verloren. Dabei zeigte sich Voss erneut lustlos, die jungen Spunde in der Mitte zeigten sich zwar teilweise spielerisch verbessert, ein Sieg in den Einzeln vermochten sie jedoch (noch) nicht zu erbringen. Norbert mühte sich für uns erneut und wir können ihm – obgleich er gegen den starken Fünfer nur einen Satz gewann – nur wieder Dank entrichten, dass er den „Premiumersatz“ für uns stellte.

Fazit: Fünf Spiele – drei Punkte – drei Niederlagen nunmehr in Folge. Wenn das Ruder nicht bald herumgerissen werden und die Mannschaft besser als Team auftreten kann, wird das wider Erwarten erneut eine schleppende und außerordentlich nervtötende Saison der zweiten Herren!

Daniel Leupold

Erneute Schlappe der Zweiten beim Montagstraining

Nach drei schwachen Spielen zu Beginn der Saison konnte das gestrige Meisterschaftsspiel, welches zwei Tage nach hinten verlegt worden war, nicht die Kehrtwende einläuten. Nachdem das Heimrecht getauscht wurde, empfingen wir die Jungs aus Windberg, welche eigentlich nicht zu den Favoriten der Liga zu zählen sind. Trotz Aufstellung mit Daniel und Sebastian und optimistischer Begrüßungsansprache, in welcher noch ein aufstiegswürdiges Auftreten der Zweiten in Aussicht gestellt wurde, konnten wir erneut nicht überzeugen. Zu unserer Unfähigkeit kam auch noch das Unglück, dass Kevin, welcher zuletzt unmotiviert gespielt hatte, nun aber wieder angreifen wollte, aus persönlichen Gründen wenige Minuten vor Spielbeginn aufgeben musste, sodass Daniel Möller in die Begegnung einstieg. Ebenfalls ohne Michael Jöbkes war die Hoffnung auf einen Sieg dennoch nicht unrealistisch, es sollte jedoch ganz anders kommen:

Das spontan zusammengesetzte Opferdoppel Daniel/Daniel konnte das Spitzenduo der Gegner Hardcastle/Hildebrandt nicht entscheidend gefährden und unterlag 0:3, während unsere beste Paarung Jonas/Voss nach wechselhafter Leistung 3:1 gewann. Zuletzt blieben Christian/Simon ohne Erfolgserlebnis (1:3). Somit blieb es auch im vierten Versuch dabei, dass wir nach den Doppeln eine Führung nicht für uns verzeichnen zu können scheinen, bisher immer 1:2.

Das obere Paarkreuz konnte der Begegnung an diesem Feiertagsabend auch nicht die erhoffte Wende bringen. Im Gegenteil unterlagen Leupold und Jonas trotz eindeutiger Favoritenrolle ihr erstes Einzel gegen Coenen bzw. Hardcastle jeweils mit 2:3, wenn auch nach ansprechenden Spielen. In der Mitte stellte sich immerhin Heyer dem bisher sieglosen Schreckgespenst und schlug seinen Gegner Tang nach teilweise ansprechender Leistung mit 3:2. Indes zollte Christoph nicht zum ersten Mal seiner erschreckenden Lustlosigkeit Tribut und unterlag seinem Kontrahenten Hildebrandt mit 0:3. Die Gebrüder Möller dramatisierten die Angelegenheit schließlich noch weiter, indem selbst Simon, die „Bank“ im unteren Paarkreuz, dem Winderberger Ersatzspieler Volpe nach umkämpften vier Durchgängen gratulierte und Daniel in der höheren Spielklasse gegen Wilms nicht wirklich mitzukommen schien (0:3).

Folglich war es unsere Aufgabe, beim Stande von 2:7 Willensstärke und Kampfeskraft zu zeigen, um vielleicht noch ein Pünktchen zu ergattern. Daniel (3:2 gegen Hardcastle) und Sebastian (umkämpftes 3:0 gegen Coenen) läuteten diese Schlacht schließlich auch ein und traten der etwaigen Peinlichkeit der negativen Paarkreuzbilanz entgegen. Während „Vossi“ trotz enormer Befeuerung von der Seite erneut keinerlei Lust und Engagement entwickelte (0:3 gegen Tang), sah es bei Christian lange Zeit besser aus. Er führte nach weiterhin ordentlicher Leistung gegen Hildebrandt bereits 2:0, während auch Simon gegen Wilms ins Spiel eingestiegen war und bereits den ersten Satz errungen hatte. Das mögliche 6:8 lag in der Luft, welches uns noch einmal hätte hoffen lassen. Bedauerlicherweise wurde Heyers Gegner immer stärker und konnte das Match schließlich noch umbiegen, sodass es auf Simons Spiel nicht einmal mehr ankam. Die nominell vielleicht etwas zu deutliche Niederlage war besiegelt, 4:9.

Fazit: Im vierten Spiel hat die zweite Herren mithin zum vierten Male eine schlechte Mannschaftsleistung gezeigt. Während bisher Spiel für Spiel immerhin mancher überzeugte, während andere kaum anwesend wirkten, spielten an diesem Abend leider geschlossen alle sechs mäßig bis schlecht. Zwar musste auf Mesken und Jöbkes verzichtet werden, jedoch trat man noch immer mit einer Truppe an, welche an sich Aufstiegsambitionen hegt. Bisher kann jedoch beileibe nicht davon die Rede sein, dass dieser Hoffnung Taten gefolgt wären. Im Moment markieren wir soeben noch einen Nichtabstiegsplatz (9./12).

Daniel Leupold

Schwache Mannschaftsleistung fordert ersten Punktverlust

Am zweiten Spieltag der noch jungen Spielzeit verschlug es die zweite Herren erneut nach außerhalb – es war in Osterath zu spielen. Auf Erbitten des Gastgebers wurde bereits pünktlich zum Bundesliga-Anpfiff losgelegt, mithin um 15.30 Uhr. Das Heimteam war letztes Jahr aus der Landesliga abgestiegen und hatte einige Spieler eingebüßt, sodass es eher als Abstiegskandidat gehandelt wurde. Diese Einschätzung dürfte der Waldnieler Mannschaft zum Verhängnis geworden sein – insbesondere, da die Osterather ab der Mitte mit nominell erschreckend schwachen Spielern aufwarteten und manch einer unserer Spieler den Gegner zu unterschätzen neigte. Zum diesseitigen Bedauern sollte es gegen die sympathische Krefelder Truppe folglich nicht zum Sieg reichen:

Da Sebastian Jonas nicht mitspielte, stellten Leupold und Jöbkes das erste Doppel. Ihr Match gegen das „Opferdoppel“ der Osterather gestalteten die beiden auch ohne Probleme. Unser Doppel zwei bestehend aus Voss und Heyer gab derweil reichlich uninspiriert ab. Somit sollte wie so häufig das Aufeinandertreffen der jeweiligen Tertiärdoppel über den leichten Vorteil nach den Doppeln entscheiden. War es die Überheblichkeit zu glauben, gegen TTR-schwache Gegner einfach nicht verlieren zu können, möglicherweise strukturelle Lustlosigkeit, oder war es die Mischung? Es genügte Mesken/Simon Möller jedenfalls, um eine niveauarme Partie in vier hauchdünnen Sätzen tatsächlich zu verlieren (+9, -10, -12, -11), sodass wie schon am ersten Spieltag einem Rückstand nachgejagt werden musste.

Nachdem Christoph dem gegnerischen Spitzenspieler Tiggelkamp kaum Gegenwehr zeigte, stand es gar 1:3, während Daniel Leupold auch bereits den ersten Durchgang verloren hatte. Er kam jedoch immer besser ins Spiel, um den Gegner Eigemann mit ordentlicher Schnittabwehr schließlich mit 3:1 doch deutlich in die Schranken zu weisen. Was beim Stande von 2:3 im mittleren Paarkreuz geschah, war gelinde gesagt traurig: Kevin schenkte sein Spiel mehr oder weniger ab, während Christian an seiner diesen Tag betreffenden Unfähigkeit scheiterte (0:3 sowie 1:3). Die mentale Schwäche der beiden Jungspunde ließ die gegnerische Mannschaft folglich auf 5:2 davonziehen, was weder die Waldnieler Spieler, „die Bock hatten“, noch die, „die nicht ganz da waren“, zu motivieren vermochte. Dennoch zeigte Simon Möller gegen den Spieler Gartz im unteren Paarkreuz eine sichere Leistung, er gewann sogar im Schnitter (+7, +5, +2). Diese Punkteausbeute ist insofern besonders bemerkenswert, als dass Simon (von unserem Premiumfan Dirk angestachelt) durchaus wusste, dass er nach den ersten beiden Sätzen nur noch drei Punkte abgeben durfte, um dem Gegner durchschnittlich nur fünf Punkte gelassen zu haben (= Schneider im Schnitt). Als es schließlich im dritten Durchgang 2:2 stand, war dies kaum mehr möglich; Simon „rotzte“ den Gegner mit neun Punkten in Folge trotzdem schnittrisch weg!

Michael indes haderte mit seinen Angriffsschlägen und verlor gegen den kontrahierenden Wehmeier völlig unnötig zwei Sätze jeweils in der Verlängerung. Nachdem sich Jöbkes schließlich darauf besann, dass es ausreichend sein würde, den Ball irgendwie auf den Tisch zu „eiern“, gewann Michael schließlich im Entscheidungssatz; dies war enorm wichtig, um den Anschluss nicht zu verlieren – es stand 4:5.

Bereits in der Vorsaison war Daniel in der Landesliga – noch beim Anrather TK spielend – gegen die Osterather angetreten. Dem gegnerischen Spitzenspieler war er jedoch an der Platte selbst nicht begegnet. Nun war es allerdings soweit gegen den unangenehm spielenden Tiggelkamp anzutreten, er fand aber nicht sonderlich gut ins Match. Der Gegner griff mit der kurz benoppten Rückhand immer wieder topspinartig an, was es wesentlich erschwerte, zwingenden Unterschnitt zu entwickeln. Dieses Unterfangen gelang Daniel jedoch mit der Zeit ein wenig besser. Glücklicherweise konnte er die drei knappen Durchgänge alle für sich entscheiden, wobei im zweiten Durchgang beim Stande von 8:10 notwendig war, Satzbälle abzuwehren (+9, +10, +9). Parallel hatte „Vossi“ auch sein zweites Einzel 0:3 verloren, was den Zwischenstand von 5:6 zur Folge hatte.

Die Einzelrunden sollten sich exakt gleichen; Christian und Kevin zeigten in der Mitte anschließend erneut, dass sie zwei Gesichter haben. Zum Bedauern der Übrigen sollte es an diesem Tage das uninspirierte bzw. kampfesschwache Gesicht sein, welches in der Mitte erneut nur einen einzelnen Satz einbrachte, diesmal für Kevin. Selbst die Erkenntnis, eine noch theoretische Siegchance gänzlich abzugeben, konnte den Siegeswillen und entsprechenden konzentrierten Kampf nicht entfachen – der Stand lautete ernüchternd 5:8.

Wie schon zuvor auf Daniel konnte man gleichermaßen auf Simon und Michael bauen. Jöbkes setzte sogar eine Punktlandung auf den Schnitter (+8, +5, +2), während Simon zwar leicht fahrlässig einen Satz verschenkte, was an diesem Samstag jedoch ein Einzelfall für unseren Halbasiaten bleiben sollte. Das anschließende Schlussdoppel sollte zum Ende hin noch einige Spannung bieten – nach souveränen Leistungen zu Anfang der Begegnung war es schwer vorherzusehen, welche Paarung den Schlusspunkt setzen würde:

Die gegnerische Paarung bestand aus den Nummern eins und zwei der Gegner, welche auch nach dem Ranking mit Abstand die besten Spieler der Osterather darstellten. Michael als Unterbau an Nummer sechs gesetzt ist jedoch für seine Verhältnisse voll im Training und spielt bisweilen eine sehr gepflegte Kugel. Dies würde er im Laufe dieses Doppels noch häufig zeigen; den ersten Durchgang holten sich jedoch mit 11:7 die Gastgeber. Schon wenige Fehler unser Streiter und zwingendes Angriffsspiel des Gegners hatte Waldniel schnell in Rückstand gebracht. Der zweite Satz war spielerisch bereits hochwertig, nach 10:7 konnte hiesige Paarung den Ausgleich erst mit 11:9 nach Hause zittern. Nach Punktevorteilen auf beiden Seiten waren es anschließend wieder die Krefelder Jungs, welche das Heft in die Hand nahmen (9:11). Der vierte Satz war schließlich prächtig anzusehen, Daniel und Michael erspielten einen Vorsprung in Höhe von 10:8. Michael entschied sich in diesem Moment kurzerhand, die beiden kurz gesetzten Angaben beide in den Himmel „wegzuballern“. Dies war nicht leicht zu verarbeiten, was der Gegner mit dem nächsten Punktverlust bestrafte (10:11, Matchball). Erneut war Michael gehalten, volles Risiko zu gehen und den Ball „voll durchzuwämsen“. Dieses Mal flog der Ball geradlinig die Mittellinie entlang und touchierte freundlicherweise die hintere Plattenkante. Diese Spielbrillanz im Rücken ließen sich unsere Recken den Satz nicht mehr nehmen (13:11). Nachdem der vierte Satz also hauchdünn gewonnen wurde, nutzten Leupold/Jöbkes unter anderem zwei Todesnasse, um beim Stand von 5:0 zu wechseln. Der Gegner – nun mental beinahe gebrochen – versuchte noch einmal alles, in den Satz zurückzufinden. Dies vermochten wir jedoch überzeugend zu verhindern (11:3); die gänzliche Blamage war abgewendet.

Fazit: Das Resultat des Matches stellt ein schulbuchartiges Lehrbeispiel dar: Drei Spieler holen weder einen Punkt im Einzel noch im Doppel (auch Totalausfälle genannt) – das Spiel kann nicht mehr gewonnen werden – die drei übrigen Spieler können nur noch ein Remis erzielen, sofern zwei von ihnen ebenso miteinander Eingangs- sowie Schlussdoppel wie auch alle drei Spieler ihre jeweils beiden Einzel gewinnen – so geschah es. Dass es gegen eine solche – freilich symphatische – gegnerische Mannschaft nicht zu mehr reichte, ist jedoch sehr bedauerlich. Dass die dem ersten Anschein nach starken Mannschaften schon nach zwei Spieltagen Federn gelassen haben, hätte man sich zu Nutzen machen müssen! Positiv fällt allenfalls ins Gewicht, dass sich die Mannschaft nach dem Spiel endlich im Klartext darauf verständigte, dass der Aufstieg jedenfalls versuchsweise ins Visier genommen werde. Während das Potential freilich besteht, setzt dies jedoch erheblich bessere Teamleistungen voraus.

Daniel Leupold

Launiger Auftaktsieg der Zweiten Herren in Elsen

Zur Meisterschaftssaison 2016/17 hatte sich die zweite Mannschaft des großen Traditionsvereins TTC Waldniel unlängst neu formiert und mit dem Rückkehrer und Herausgeber dieser Kolumne Daniel Leupold verstärkt. Mit einem Fundus aus acht Athleten [als da wären Sebastian Jonas, Christoph Voss, Christian Heyer, Kevin Mesken, Simon Möller, Michael Jöbkes, Ingo Coenen und eben dem Unterzeichner] tritt die Mannschaft in der Bezirksliga nominell stark auf, sodass rein am Tischtennis Rating orientiert nur die um den Aufstieg favorisierten Mannschaften mithalten können.

Hinsichtlich des ersten Auftretens bei dem vermeintlichen Abstiegskandidaten in Elsen musste jedoch ebenso auf das im Urlaub befindliche Geburtstagskind Michael wie auch auf den Routinier Ingo verzichtet werden, welcher sich auf dem Grillfest verletzt hatte. Als verlängerter Arm des Vereins gratuliere ich Michael hiermit von Herzen und sage ihm einen in der Größe und Beschaffenheit dem Feiertag angemessenen Früchtekorb zu. Da die übrigen sechs Mann die nominell bestmögliche Aufstellung personifizieren, hoffte man, einen hohen Sieg landen zu können, welcher die Konkurrenz erzittern ließe. Dazu kam es indes nicht; im Gegenteil musste gerade zu Anfang der Partie ein wenig um den siegreichen Ausgang Sorge bestehen – und das, obwohl die Kontrahenten durchschnittlich 100 Punkte weniger hatten als wir:

Das provisorisch zusammengewürftelte Doppel eins mit Sebastian und Daniel hatte wenig Mühe mit den Kontrahenten Kofferath und Sonnabend (+2, +8, +8). Dabei ist noch am ehesten erwähnungsbedürftig, dass Sebastian im ersten Satz mehr „Rückhandpeitschen“ traf, als im restlichen Verlauf des Abends. Ferner ließ sich nicht erschließen, wieso der Gegner namens Sonnabend die Elsener Heimspiele freitags bestreitet. Das „Opferdoppel“ bestehend aus Christoph und Christian gab nach durchwachsener Leistung ebenso ab (0:3), wie es die selbsternannt beste Paarung der Mannschaft Kevin/Simon tat (2:3). Diese bot immerhin das erste Mal echte Spannung, wehrte im Entscheidungssatz bei 7:10 drei Matchbälle ab, anschließend noch weitere, verspielte eigene solche, und unterlag schließlich mit 14:16.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Sebastian den gegnerischen Einser schon beinahe geschlagen. Obwohl er sich mit dessen unorthodoxem Spiel durchaus schwer tat und den zweiten Durchgang nach eigenen Satzbällen noch abgegeben hatte, konnte er das Match in vier Sätzen doch recht sicher „nach Hause bringen“. Ähnlich erging es Daniel, welcher gegen den gegnerischen Noppenspieler seine Probleme hatte, letztlich jedoch sicher gewinnen konnte (3:1). Auch Christoph im mittleren sowie Simon im unteren Paarkreuz zeigten durchwachsene Einzelleistungen, obsiegten jedoch ebenfalls verdient mit 3:1. Insoweit darf jedoch nicht unerwähnt sein, dass es der Spieler Möller (um ihm die Schande zu ersparen wird an dieser Stelle der Vorname verschwiegen) fertig brachte, gegen den Spieler Sonnabend – welcher 120 TTR-Punkte weniger aufweist – im zweiten Durchgang beim Stande von 2:0 elf Punkte in Folge abzugeben.

Bedauerlicherweise erwischten die beiden Jungspunde einen schlechten Tag; Christian unterlag glatt gegen den Elsener Dreier, während sich Kevin zu einem ähnlich schwachen 1:3 quälte –> Mentaltraining ist bereits für Montagabend angesetzt – bei Interesse bitte Meldung beim Cheftrainer. Nachdem es folglich nach den Doppeln gar einen Rückstand zu verdauen gab, ging es mit dem hauchdünnen Vorteil eines 5:4 in die zweite Einzelrunde. In dieser sollte es jedoch nur noch wenig Probleme geben: Daniel fegte den kontrahierenden Primus im Schnitter (= Schneider im Schnitt) vom Tisch (+4, +5, +6); Sebastian hatte mit dem Zweier Lehmann zwar mehr Probleme, welcher eine unangenehme lange Noppe spielte. Schließlich ging jedoch auch dieses Spiel verdient an uns (3:1).

Nun musste der Vorsprung von 7:4 nur noch „über die Zeit“ gebracht werden. Dies setzte Christoph auch postwendend um, allerdings brauchte er dafür fünf Sätze. Abwechselnd hatten er oder aber wieder sein Gegner Linnartz Probleme mit „Vossis“ Angaben, bis der letzte Durchgang schließlich deutlich ausfiel (+4). Christian drückte der gegnerischen Mannschaft noch einmal sein eindeutiges Mitleid aus, indem er nach seinem ersten Satzgewinn das Spiel noch glatt verspielte (mithin 1:3). Während Simon gegen den sympathischen Flores bereits das letztmögliche Einzel zu spielen (und ggf. zu verlieren?) angefangen hatte, erbarmte sich Kevin, welcher in dem niveauärmsten Spiel des Abends gegen den beherzt kämpfenden Sonnabend zunächst beim Stande von 11:9 und 10:3 die Brillanz aufwies, diesen zweiten Satz noch abzugeben. In der Folgezeit quälte er sich und das Publikum durch einen Fünfsatzkrimi, welchen er schließlich hauchdünn für sich entschied (+9, -10, +9, -6, +11).

Fazit: Schlussendlich steht ein 9:5, welches die ersten zwei Punkte bedeutet. Sprichwörtlich ist aller Anfang schwer und entscheidend ist, dass diese Punkte eingefahren wurden. Wenn jedoch Bayern München im Fußball gegen einen Zweitligisten in der Nachspielzeit das 2:1 schießt, ist die Freude über die spielerische Klasse nicht allzu groß. Vorliegend fühlt es sich nach der bescheidenen Meinung des Verfassers ähnlich an: Während man das Spiel hätte dominieren wollen, musste man sich auf einen langen Kampf gegen den sympathischen und beherzt spielenden Gegner aus Elsen einlassen. Wenn man mit dem Aufstieg auch nur ein wenig zu tun haben möchte, muss in den Folgewochen wesentlich mehr Spielklasse gezeigt werden – das gilt umso mehr, da wir nicht immer auf zweieinhalb Punkte von Sebastian zählen können, welcher nur halb spielen wird.

Daniel Leupold

2. Herren gewinnt neun zu sieben gegen Kipshoven

Im Spiel zwischen der Zweiten und dem direkten Tabellennachbarn Kipshoven ging es eigentlich um die lohnenwert zu ergatternde „goldene Ananas“, da beide Mannschaften ihr Ziel des Klassenerhalts bereits erreicht hatten. Nichtsdestotrotz wollten natürlich beide das Spiel für sich entscheiden um sich den sechsten Tabellenplatz zu sichern.
Lustigerweise traten jedoch weder die Waldnieler noch die Kipshovener in ihrer stärksten Aufstellung an. Auf unserer Seite spielten Sebastian, Michael, Norbert, Klaus, Timo und Dirk. Die Blau-Weißen mussten neben dem Verletzten Nolten auch auf ihre Nummer eins Michael Caspers verzichten, weshalb oben Opszalski sowie Königs spielten. Die Mitte bestand aus Martin Caspers und Gunnar Bochmann. Unten gesellten sich Kosubek und Stevens dazu.
Michael und Dirk traten zum dritten Mal diese Saison erneut in ihrer Rolle des Opferdoppels zwei an, konnten aber leider auch im dritten Versuch gegen das Einserdoppel (Königs – Opszalski) nichts ausrichten. Besser machten es da schon Sebastian und Klaus, die nach verlorenem ersten Satz ins Spiel fanden, worauf drei klare Sätze gegen Caspers – Kosubek folgten. Timo und Norbert konnten die Sätze gegen Gunnar – Stevens jedoch irgendwie nie nach Hause bringen und verloren in vier Sätzen, wobei jeder hätte gewonnen werden können. Es galt nun also einen knappen Rückstand aus den Doppeln aufzuholen.
Im ersten Einzel sah Sebastian gegen Königs nach zwei klar gewonnenen Sätzen und einer Führung im Dritten bereits wie der sichere Sieger aus. Diesen Gedanken schien er selbst auch im Kopf zu haben, was zur Folge hatte, dass Königs die Sätze drei und vier für sich entscheiden konnte. Im Fünften drehte Sebastian dann aber zu Satzende wieder auf, schickte seinen Gegner mit 11:7 auf die Bank. Kosubek zog anschließend sein zweites Einzel gegen Timo vor. Hier konnte man Timo das mangelde Training und die damit verbundene Unsicherheit anmerken, denn Kosubek ging mit drei zu null als klarer Sieger aus dem Spiel hervor.
Michael wollte sich gegen Opszalski für die klare Hinrundenniederlage revanchieren, das klappte allerdings nicht so ganz, da Christian einfach zu sicher spielte. Nach drei Sätzen war der „Drops gelutscht“. Besser machte es da Norbert in der Mitte gegen Gunnar. Der sich allerdings vor dem Spiel daran erinnerte, noch nie gegen Norbert gewonnen zu haben. Durch diesen psychologischen Vorteil konnte Norbert den ersten Satz klar für sich entscheiden und im Zweiten sogar mit neun zu eins in Führung gehen. Doch Gunnar zeigte, wie gewohnt, Kämpferqualitäten, erschlich sich den Satz noch irgendwie in der Verlängerung. Psychologischer Vorteil für Norbert futsch – Moralioscher Vorteil voll auf Gunanrs Seite, der auch den dritten Satz für sich entscheiden konnte. Der vierte Satz stellte den Spielverlauf nochmals komplett auf den Kopf, da Norbert nun zu eins gewann und auch im Fünften mit 11:8 die Oberhand behielt.
Klaus bewies gegen Caspers neben spielerischer vor allem Nervenstärke. Bereits im vierten Satz hatte er zwei Matchbälle auf seiner Seite, konnte diese jedoch nicht nutzen, weshalb es in den Fünften ging. Auch in diesem wehrte Caspers zwei Matchbälle ab und erspielte sich selber zwei. Doch Klaus wollte dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden und erkämpfte sich den letzten Satz schließlich zu zwölf. Timo schien in seinem zweiten Einzel voll in die Spur gefunden zu haben und fegte Stevens mit drei zu null von der Platte.
Ähnlich sah es beim Spiel zwischen Kosubek und Dirk aus, jedoch für den Kipshovener, der die ersten beiden Sätze klar für sich entschied. Doch Dirk kämpfte sich irgendwie ins Spiel rein, entschied Satz drei und vier knapp in der Verlängerung für sich. Im fünften verlor er dann aber leider zu neun.
Zwischenstand nach der ersten Runde: fünf zu fünf
Sebastian verlor zwar den ersten Satz gegen Opszalski, entschied die folgenden drei Durchgänge jedoch für sich und konnte uns somit in Führung bringen. Michael nahm sich auch im zweiten Einzel vor, seine 14:16 Hindrundenniederlage im fünften Satz gegen Königs wett zu machen. Dies konnte er diesmal sogar eindrucksvoll erreichen, da er nach knappen ersten Satz die Sätze drei und vier im Schneider für sich entschied.
In der Mitte war diesmal leider nicht viel zu holen. Norbert ging klar mit null zu drei gegen Caspers unter, die berüchtigte Rückhandpeitsche konnte er mit seinen Noppen weder vehindern noch zurückspielen. Klaus schien seine Restkondition für das Schlussdoppel aufheben zu wollen, weshalb er Gunnar in vier Sätzen unterlag.
Nun musste Dirk gegen Stevens ran. Ging er vor fünf Wochen noch sang und klanglos mit drei zu null unter, nahm auch er sich vor, es diesmal besser zu machen. Der erste Satz lief bereits gut. Dirk ging mit 10:4 in Führung, brauchte jedoch gefühlte zwanzig Satzbälle, um diesen Satz zu elf für sich zu entscheiden. Satz zwei holte sich Stevens anschließend deutlich zu fünf. Ähnlich klar konnte auch Dirk den dritten Satz gewinnen und führte auch im Vierten lange mit vier Punkten Vorsprung. Stevens klaute sich diesen jedoch noch irgendwie, weshalb es erneut in den Entscheidungssatz ging. Nach gutem Coaching durch Michael, zog Dirk schnell mit acht zu null davon und entschied den Satz schließlich zu fünf für sich. Somit war das Unentschieden schonmal gesichert.
Doch dies reichte Klaus und Sebastian nicht. Im Schlussdoppel ließen sie Königs – Opszalski keine Chancen einen Satz zu gewinnen. Das drei zu null bedeutete schließlich auch den 9:7 Erfolg. Obwohl alle Spieler Punkte zu diesem Spiel beisteuerten, war Sebastian mit zwei Einzel- sowie Doppelerfolgen sicherlich der „Man of the Match“.

Das nächste wahnsinnige Match der Zweiten Herren!

Nachdem aufgrund der erbärmlichen Hinrunde der Abstieg zu fürchten war, konnte die Zweite Herren mit vier Siegen aus den letzten vier Partien den Nichtabstieg nach aller Wahrscheinlichkeit feiern. Besonders hervorzuheben war der hauchdünne Erfolg über die aufstiegsrelevanten Rheydter. Nun sollte es erneut gegen einen Aufstiegskandidaten gehen, wir spielten in Gierath – das Match sollte mindestens ebenso sehr begeistern:

Jonas/Makowski konnten ihr Doppel gegen die nominellen Nummern drei und vier leider nicht gewinnen – der dritte war der finale Rückstand. Am Nebentisch konnten Leupold/Jöbkes das Doppel Fliegen/Füsser zwar ein wenig kitzeln, jedoch fehlte immer wieder die Sicherheit, um die sämtlich knappen Sätze „nach Hause zu bringen“, 0:3. Schon früh war also zu befürchten, dass uns die Höchststrafe nach den Doppeln ereilen würde, denn unsere dritte Paarung bestand aus den im gemeinsamen Spiel unerfahrenen Theloy/Willemsen. Diese gaben den ersten Satz auch erschreckend deutlich ab, um den zweiten ebenso deutlich zu gewinnen (-3,+3). Nachdem der dritte Durchgang wieder deutlich verloren war, und es im vierten in die Verlängerung ging, wurde das Schlimmste befürchtet. Die beiden Recken konnten jedoch diesen und den letzten Satz schließlich deutlich einfahren (-6,+12,+5). Dies war eine faustdicke Überraschung – es sollte der Anfang eines großen Kampfes sein…

So spielte Leupold das erste Einzel gegen den zuweilen hochmütig wirkenden Fliegen; die ersten beiden Sätze waren noch ausgeglichen mit +9 und -9, bis Daniel seine absolute Sicherheit erreichte und seinen Gegner zweimal im Schneider von der Platte schickte. Am Nebentisch spielte Jonas die wohl spannendste Partie des Abends gegen Füsser: Nach starkem ersten Satz musste Sebastian das souveräne Block- und Spinspiel des Gegners würdigen und ging mit 1:2 in Rückstand. Durch eine Energieleistung und zwei Sätze beinahe fehlerfreien Angriffspiels konnte er dieses Match unter Applaus beider Mannschaften letztlich gewinnen (+5,-9,-3,+7,+8). Nun winkte zum ersten Mal ein kleiner Vorsprung, welchen wir nicht zu erhoffen gewagt hatten. Man konnte spüren, dass die Begegnung nicht so einseitig ausgehen musste wie befürchtet…

Die Führung verloren wir jedoch postwendend wieder, indem Jöbkes gegen Esser mit 1:3 unterlag. Dabei spielte Michael nicht schlecht, er musste jedoch die Klasse des starken Gegners respektieren. Die erneute Führung von 4:3 konnte Makowski erreichen, welcher gegen den unangenehm zu spielenden Meutgens bereits mit 0:2 in Rückstand geraten war. Alex steigerte sich jedoch von Satz zu Satz merklich, bis er schließlich den verdienten Lohn für seine Mannschaft einbrachte (-8,-4,+6,+8,+2). Im unteren Tableau verlor Norbert gegen Sack mit 0:3, dabei waren die Sätze eins und drei nicht unerreichbar (-9,-5,-10). Theloy hatte sich jedoch durch eine Störung aus dem anderen Court herausbringen lassen und haderte noch deutlich mit der Folge, dadurch den ersten Durchgang verloren zu haben. Schließlich vollendete Dirk die erste Einzelrunde gegen den in diesem Paarkreuz kaum geschlagenen Zambrano. Willemsen ging auch mit 0:2 in Rückstand, obgleich im zweiten Durchgang bei Satzball die Chance zum Ausgleich bestand. An sich lag das eher langsame Abwehrspiel unserem prominenten Ersatzspieler, welcher in der Folgezeit auch sein volles Potential ausschöpfte; er kämpfte sich Stück für Stück heran, lag jedoch im finalen Durchgang nach einigen Unsicherheiten mit 6:9 zurück. Nach einem Time-out und einem abgewehrten Matchball bei 9:10 verwandelte Dirk schließlich die eigene Chance zum begeisternden 12:10. Diese Leistung stellte nicht nur einen eminent wichtigen Spielpunkt dar, es ist insbesondere anzumerken, dass der Besiegte in der Differenz über 200 TTR-Punkte in Front lag.

Nun sollte die Führung gehalten werden. Dies erschien auch zunächst als erfolgreiches Unterfangen, da Sebastian gegen die Nummer eins des Gegners mit 11:9 in Führung ging. Fliegen stellte sich jedoch mit seiner ganzen Körpergröße und verboten starkem Block- und Winkelspiel zunehmend besser auf Jonas‘ Top-Spins ein und konnte diesen letztlich mit 3:1 in die Schranken weisen. Nun war der erste Rückstand seit längerer Zeit zu befürchten, denn Füssers weiches Top-Spin-Spiel sollte Daniel nicht gerade liegen; nach hohem Rückstand im ersten Satz konnte Leupold diesen jedoch noch „klauen“; nach hoher Führung im zweiten Durchgang kam hingegen Füsser wieder heran, was Daniel bei 9:8 zu einem Time-out veranlasste. Dieses zeigte offenbar Wirkung, denn auch der zweite Satz konnte gewonnen werden. Der Gegner war jedoch alles andere als gebrochen und trumpfte nun groß auf. Daniel stemmte sich mit aller Kraft dagegen, konnte jedoch nicht verhindern, dass sein Kontrahent die Sätze drei und vier für sich entschied und im Entscheidungssatz gar mit 5:1 in Führung ging. Das konsequente Abwehrspiel ermüdete den Gegner mittlerweile jedoch offenbar, sodass dieser sich nun immerhin ein paar wenige leichtere Fehler erlaubte. Schließlich konnte Daniel diese Partie doch erstmalig für sich entscheiden und die erneute Führung begründen (+11,+8,-9,-7,+8).

Alex spielte daraufhin wie so oft für das Publikum ansehnliche fünf Sätze, welche mal der eine und mal der andere dominierte. Makowski präsentierte sich zu unserem Glück erneut als besonders nervenstark, ein erzwungener Blockfehler von Esser besiegelte das 11:9 im Fünften. Währenddessen ging Jöbkes absolut unnötig gegen Meutgens mit 0:2 in Rückstand. Aufgrund konsequenten Angriffspiels erspielte Michael sich eine 9:5-Führung im ersten und eine 10:8-Führung im zweiten Satz. Lediglich die erfolgreiche Beendigung der Durchgänge wollte ihm nicht gelingen. Glücklicherweise brachte diese unglückliche Fügung Michael jedoch nicht von seinem Kurs ab und er konnte die Sätze drei und vier gewinnen. Im Entscheidungssatz führte Jöbkes dann mit 8:5 – dies war der optimale Zeitpunkt, um eine Führung mal ins Ziel zu retten – was Michael zu unserer Freude und als Lohn für ein tolles Comeback auch tat (-9,-10,+10,+7,+7). Somit stand es plötzlich 8:5 gegen den Favoriten, der Sieg war zum Greifen nah…

Leider ist der Sportskamerad Theloy allerdings noch nicht wieder auf altem Niveau; dies wurde erneut deutlich, als er Zambrano nach respektablem Kampf gratulieren musste. Dabei hatte Norbert den zweiten Satz noch gewinnen können; die Hoffnung, dass Norbert die notwendige Konstanz entwickeln würde, wurde jedoch enttäuscht, 1:3. Auch Willemsen fand nicht hinreichend in sein Spiel, gegen Sack vergab er einen Satzball im Ersten, dann schien die Luft ‚raus zu sein, 0:3. Hätten wir vor der Begegnung gewusst, dass das Schlussdoppel über Sieg oder Unentschieden entscheiden würde, hätten wir uns gratuliert – nach der 8:5-Führung fürchteten wir nun jedoch, die Überraschung noch zu verpassen. Diese Sorge wurde noch verstärkt, als Jonas/Makowski ein 8:2 im Eröffnungssatz nicht zu einem Satzgewinn ummünzen konnten, 9:11. Auch der folgende Durchgang führte zu einer 8:2-Führung, diesmal blieben unsere beiden unermüdlichen Krieger jedoch nichts schuldig und gewannen 11:2. Nachdem im dritten Durchgang wiederum ein 7:2 erspielt wurde, kamen die Gegner wieder heran, nach 10:7 und 10:9 genügte der letzte Satzball glücklicherweise zur Führung. Den vierten Durchgang beherrschten Sebastian und Alex nun im Wesentlichen, dieser endete mit 11:7.

Fazit: Der Abstiegskandidat Waldniel II hat mit einer Serie von 10:0 Punkten ein deutliches Zeichen gesetzt. In der Begrüßungsrede wurde unter Bezugnahme auf die vier siegreichen Spiele noch gewertet, dass man mit einem Waldnieler Sieg fest rechne – selbstverständlich war dies als Witz zu verstehen. Dass wir diese enorm stark besetzte Mannschaft wirklich würden schlagen können, vermuteten wir indes nicht. Umso erfreulicher ist es zu sehen, was die Mannschaft aus sich herausholen kann, wenn sie kollektiv kämpft „bis zum Umfallen“. Das Thema Abstieg wird sogar rechnerisch vom Tisch sein, wenn wir nächste Woche gegen Anrath nicht verlieren. Es ist zu hoffen, dass wir dann eine ähnlich mitreißende Begegnung erleben. Folgende Zahlen verdeutlichen, was dieses Match für ein Wahnsinn war:

9:7 Spiele (!) – 32:37, also trotz des Sieges minus fünf Sätze (!!) – sieben von acht Fünfsatzspielen, dabei alle sechs Entscheidungssätze in den Einzeln gewonnen (!!!)

Bericht geschrieben von Daniel Leupold.