2. Herren gewinnt neun zu sieben gegen Kipshoven

Im Spiel zwischen der Zweiten und dem direkten Tabellennachbarn Kipshoven ging es eigentlich um die lohnenwert zu ergatternde „goldene Ananas“, da beide Mannschaften ihr Ziel des Klassenerhalts bereits erreicht hatten. Nichtsdestotrotz wollten natürlich beide das Spiel für sich entscheiden um sich den sechsten Tabellenplatz zu sichern.
Lustigerweise traten jedoch weder die Waldnieler noch die Kipshovener in ihrer stärksten Aufstellung an. Auf unserer Seite spielten Sebastian, Michael, Norbert, Klaus, Timo und Dirk. Die Blau-Weißen mussten neben dem Verletzten Nolten auch auf ihre Nummer eins Michael Caspers verzichten, weshalb oben Opszalski sowie Königs spielten. Die Mitte bestand aus Martin Caspers und Gunnar Bochmann. Unten gesellten sich Kosubek und Stevens dazu.
Michael und Dirk traten zum dritten Mal diese Saison erneut in ihrer Rolle des Opferdoppels zwei an, konnten aber leider auch im dritten Versuch gegen das Einserdoppel (Königs – Opszalski) nichts ausrichten. Besser machten es da schon Sebastian und Klaus, die nach verlorenem ersten Satz ins Spiel fanden, worauf drei klare Sätze gegen Caspers – Kosubek folgten. Timo und Norbert konnten die Sätze gegen Gunnar – Stevens jedoch irgendwie nie nach Hause bringen und verloren in vier Sätzen, wobei jeder hätte gewonnen werden können. Es galt nun also einen knappen Rückstand aus den Doppeln aufzuholen.
Im ersten Einzel sah Sebastian gegen Königs nach zwei klar gewonnenen Sätzen und einer Führung im Dritten bereits wie der sichere Sieger aus. Diesen Gedanken schien er selbst auch im Kopf zu haben, was zur Folge hatte, dass Königs die Sätze drei und vier für sich entscheiden konnte. Im Fünften drehte Sebastian dann aber zu Satzende wieder auf, schickte seinen Gegner mit 11:7 auf die Bank. Kosubek zog anschließend sein zweites Einzel gegen Timo vor. Hier konnte man Timo das mangelde Training und die damit verbundene Unsicherheit anmerken, denn Kosubek ging mit drei zu null als klarer Sieger aus dem Spiel hervor.
Michael wollte sich gegen Opszalski für die klare Hinrundenniederlage revanchieren, das klappte allerdings nicht so ganz, da Christian einfach zu sicher spielte. Nach drei Sätzen war der „Drops gelutscht“. Besser machte es da Norbert in der Mitte gegen Gunnar. Der sich allerdings vor dem Spiel daran erinnerte, noch nie gegen Norbert gewonnen zu haben. Durch diesen psychologischen Vorteil konnte Norbert den ersten Satz klar für sich entscheiden und im Zweiten sogar mit neun zu eins in Führung gehen. Doch Gunnar zeigte, wie gewohnt, Kämpferqualitäten, erschlich sich den Satz noch irgendwie in der Verlängerung. Psychologischer Vorteil für Norbert futsch – Moralioscher Vorteil voll auf Gunanrs Seite, der auch den dritten Satz für sich entscheiden konnte. Der vierte Satz stellte den Spielverlauf nochmals komplett auf den Kopf, da Norbert nun zu eins gewann und auch im Fünften mit 11:8 die Oberhand behielt.
Klaus bewies gegen Caspers neben spielerischer vor allem Nervenstärke. Bereits im vierten Satz hatte er zwei Matchbälle auf seiner Seite, konnte diese jedoch nicht nutzen, weshalb es in den Fünften ging. Auch in diesem wehrte Caspers zwei Matchbälle ab und erspielte sich selber zwei. Doch Klaus wollte dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden und erkämpfte sich den letzten Satz schließlich zu zwölf. Timo schien in seinem zweiten Einzel voll in die Spur gefunden zu haben und fegte Stevens mit drei zu null von der Platte.
Ähnlich sah es beim Spiel zwischen Kosubek und Dirk aus, jedoch für den Kipshovener, der die ersten beiden Sätze klar für sich entschied. Doch Dirk kämpfte sich irgendwie ins Spiel rein, entschied Satz drei und vier knapp in der Verlängerung für sich. Im fünften verlor er dann aber leider zu neun.
Zwischenstand nach der ersten Runde: fünf zu fünf
Sebastian verlor zwar den ersten Satz gegen Opszalski, entschied die folgenden drei Durchgänge jedoch für sich und konnte uns somit in Führung bringen. Michael nahm sich auch im zweiten Einzel vor, seine 14:16 Hindrundenniederlage im fünften Satz gegen Königs wett zu machen. Dies konnte er diesmal sogar eindrucksvoll erreichen, da er nach knappen ersten Satz die Sätze drei und vier im Schneider für sich entschied.
In der Mitte war diesmal leider nicht viel zu holen. Norbert ging klar mit null zu drei gegen Caspers unter, die berüchtigte Rückhandpeitsche konnte er mit seinen Noppen weder vehindern noch zurückspielen. Klaus schien seine Restkondition für das Schlussdoppel aufheben zu wollen, weshalb er Gunnar in vier Sätzen unterlag.
Nun musste Dirk gegen Stevens ran. Ging er vor fünf Wochen noch sang und klanglos mit drei zu null unter, nahm auch er sich vor, es diesmal besser zu machen. Der erste Satz lief bereits gut. Dirk ging mit 10:4 in Führung, brauchte jedoch gefühlte zwanzig Satzbälle, um diesen Satz zu elf für sich zu entscheiden. Satz zwei holte sich Stevens anschließend deutlich zu fünf. Ähnlich klar konnte auch Dirk den dritten Satz gewinnen und führte auch im Vierten lange mit vier Punkten Vorsprung. Stevens klaute sich diesen jedoch noch irgendwie, weshalb es erneut in den Entscheidungssatz ging. Nach gutem Coaching durch Michael, zog Dirk schnell mit acht zu null davon und entschied den Satz schließlich zu fünf für sich. Somit war das Unentschieden schonmal gesichert.
Doch dies reichte Klaus und Sebastian nicht. Im Schlussdoppel ließen sie Königs – Opszalski keine Chancen einen Satz zu gewinnen. Das drei zu null bedeutete schließlich auch den 9:7 Erfolg. Obwohl alle Spieler Punkte zu diesem Spiel beisteuerten, war Sebastian mit zwei Einzel- sowie Doppelerfolgen sicherlich der „Man of the Match“.